18.02.2013 08:00 John McClane in Russland

Actionklassiker "Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben" mit Bruce Willis erntet durchwachsene Kritik

"Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben" - Bruce Willis räumt zum mittlerweile fünften mal auf, dieses mal im Machtgerangel zwischen Untergrund und Politik

Bild 1-5 (c) Fox

Von: GFDK - Kino.de - 5 Bilder

Alles beim Alten bei dem alten Haudegen John McClane: Diesmal reist der mit allen Wassern gewaschene New Yorker Cop als Tourist nach Moskau, wo er sich mit seinem mittlerweile erwachsenen Sohn Jack treffen will. McClane ist nicht bewusst, dass Jack als Undercover-Agent für die CIA arbeitet, die einem russischen Terroristen das Handwerk legen soll, der Nuklearwaffen in seine Gewalt bringen will. Unversehens findet sich McClane im Zentrum des Countdowns zu einem Nuklearkrieg, den er nur gemeinsam mit seinem Sohn stoppen kann.

Zum fünften Mal erlebt Actionikone John McClane einen dieser Tage, zeigt dabei aber erstmals in einer europäischen Metropole die Qualitäten eines amerikanischen Zerstörers.

Sechs Jahre nach seinem letzten Einsatz, der über 2,5 Mio. Zuschauer in die deutschen Kinos lockte, verlagern Bruce Willis und Genreexperte John H. Moore ("Max Payne") das Franchise nach Russland. Moskau und Tschernobyl sind die zentralen Schauplätze dieser vornehmlich in Budapest gedrehten Fortsetzung, die wie schon der Vorgänger Familiendynamik und Over-the-Top-Action humorvoll zu harmonisieren versucht.

Nach McClanes Tochter ist nun an der Seite des Vaters dessen entfremdeter Sohn Jack (Jai Courtney) aktiviert, der in Moskau im Gefängnis sitzt, nachdem er im Auftrag des inhaftierten Geheimnisträgers Komarov (Sebastian Koch) einen Widersacher aus dem Weg räumte. Natürlich ahnt der an die Moskwa gereiste, gewohnt unkonventionell handelnde Vater nicht, dass der tiefe Fall seines Sohns nur Geheimdienst-Tarnung ist. Natürlich bleibt John McClane nicht passiver Beobachter, wenn der Nachwuchs Komarov aus Moskau rauszubringen und in den Besitz einer ominösen Akte zu kommen versucht, die Korruption in den höchsten Regierungsstellen und gefährliche Geschäfte mit waffenfähigem Uran beweisen könnte.

Rechtsstaatliche Organe, wie etwa die Polizei, sind in Drehbuchautor Skip Woods' Szenario kaum Störfaktoren, wenn auf den Verkehrsadern Moskaus und in der Geisterstadt Tschernobyl ohne Rücksicht auf Kollateralschäden ein ballistischer Mehrparteienkampf um diese Akte ausgetragen wird. Das Highlight der außerordentlichen Materialschlacht ist ein Freeway-Ballett sich überschlagender und kollidierender Autos, das irgendwo zwischen "Blues Brothers" und dem "Fast and Furious"-Franchise beeindruckende Stuntexzesse präsentiert, deren Wirkungsgrad allerdings vom Schnitt nicht immer unterstützt wird. Das Absurde und Überzogene ist Stilprinzip der "Stirb langsam"-Reihe, wird hier aber zu wenig durch Story und Figuren geerdet. Emotionales Engagement sitzt damit beim Zuschauer mitunter auf der Reservebank, wenn "Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben" als Hauptattraktion sein Actionfeuerwerk abbrennt und das stets coole Vater-Sohn-Duo aus Amerika den russischen Vernichtungsmaschinen zeigt, was Family-Entertainment auch bedeuten kann. kob. Quelle: kino.de

Regie: John H. Moore

Cast: Bruce Willis, Jai Courtney, Sebastian Koch

Laufzeit: 98 min.

FSK: 16

 

 

Die Presse äußert sich durchwachsen:

Zeit:

Die "Die Hard"-Reihe begründete in den achtziger Jahren einen neuen Typus von Actionfilmen. Mit Teil 5 begräbt sich die Serie selbst.

http://www.zeit.de/kultur/film/2013-02/stirb-langsam-teil-5

 

FR-Online:

Der fünfte „Stirb langsam“-Film langweilt mit der Vorführung von Kriegsgerät. Vom früheren ironischen Helden John McLaine, der die unglaubwürdigsten Schlachten mehr oder weniger in Handarbeit schlug, ist nichts übrig geblieben.

http://www.fr-online.de/film/-stirb-langsam-5---ein-guter-tag-zum-sterben--zu-den-waffen--maenner-,1473350,21796026.html

 

Stern:

John McClane hat einen Sohn. 25 Jahre nach Beginn der glorreichen "Stirb langsam"-Reihe bereitet Bruce Willis seinen Abgang vor. Und grinst sich einen.

http://www.stern.de/kultur/film/kinostart-von-stirb-langsam-teil-5-das-doppelte-mcclanechen-1970917.html

 

Focus:

Bruce Willis braucht nur ein Zucken seines Mundwinkels und viel Chaos drumherum, um zu begeistern? Stimmt. Deshalb ist es auch egal, dass „Ein guter Tag zum Sterben“ ein reaktionäres Weltbild präsentiert. Bei der Action wurde geklotzt, nicht gekleckert.

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/filmstarts/stirb-langsam-5-in-der-filmkritik-schweinebacke-willis-ist-endlich-wieder-russe_aid_918827.html

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„Stirb Langsam 5“ in der Filmkritik: Schweinebacke Willis ist endlich wieder Russe - weiter lesen auf FOCUS Online: www.focus.de/kultur/kino_tv/filmstarts/stirb-langsam-5-in-der-filmkritik-schweinebacke-willis-ist-endlich-wieder-russe_aid_918827.html

 

Welt:

Der Sohn des von Bruce Willis gespielten Helden steht in Russland vor Gericht und Papa kommt, um ihm zu helfen. Das gibt gute Action, aber bei Politischem stößt der Regisseur an seine Grenzen.

http://www.welt.de/kultur/kino/article113674176/Yippie-Yah-Yei-Schweinebacke-in-Moskau.html

 

 

 

Der Film läuft seit dem 14.2.2013 in den Kinos. Im Verleih von Fox.