20.01.2018 07:16 Steiner über das Kino

Vision einer genuinen Filmästhetik - Ehre für Wolf Otto Pfeiffer

Savoldelli mit Schauspielerinnen und Kameramann Sandoz (verdeckt) beim Drehen von Stella da Falla

Savoldelli mit Schauspielerinnen und Kameramann Sandoz (verdeckt) beim Drehen von Stella da Falla (1971) Foto: Wikipedia Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 3.0

Von: GFDK - Bücher - Literatur

Im Seminar-Verlag, Basel, ist im letzten Monat ein Buch erschienen, in dem Wolf Otto Pfeiffer, Gründer und Leiter von FILMGEIST, eine bemerkenswerte Ehre zuteil wird.

Der Schweizer Philosoph Reto Andrea Savoldelli hat unter dem Titel Steiner über das Kino – Zur Genealogie des Films“ eine Schrift verfasst, in welcher er, Aussagen Rudolf Steiners, des Stammvaters der Anthroposophie, zum Ausgangspunkt nehmend, die Vision einer genuinen Filmästhetik entwirft.

Savoldelli beruft sich dabei auf ein halbes Dutzend für ihn maßgebender Filmtheoretiker, deren cineastische Denkwelten vorgestellt und auf ihre Tauglichkeit für einen Film der Zukunft hin untersucht werden.

Savoldellis Gewährsleute heißen André Bresson, Pier Paolo Pasolini, Jean-Luc Godard, Alexander Kluge, Andrej Tarkowskij und – Wolf Otto Pfeiffer, dessen als “Poetologie“ bezeichnetes cineastisches Gedankengebäude ausdrückliche Würdigung findet.

Die Erhöhung der von uns vertretenen Vorstellungen in den Olymp des Weltkinos macht uns selbstredend enorm stolz und ist uns Ansporn in unserem Bestreben, der Poetologie zu größtmöglicher Nutzung zu verhelfen.

Das sehr lesenswerte Buch von Reto Andrea Savoldelli heisst „Steiner über das Kino. Zur Genealogie des Films“, ist erschienen im Seminar-Verlag, Basel, und kann über den Buchhandel zum Preis von 19,50 Euro bestellt werden.

Deutscher FILMGEIST Preis 2018

Diesen Monat beginnt die Vorschlagsphase für den Deutschen FILMGEIST-Preis, der in diesem Jahr vom FILMGEIST-Unterstützer-Verein FILMGEIST Freundeskreis e.V. zum dritten Mal vergeben und wie gehabt von seinen Mitgliedern gewählt wird.

Der Preis geht laut Statuten an einen Film, in dem entweder das Geistige in überzeugender Weise thematisiert oder in dem das Geistige auf überragende Weise gestalterischen Ausdruck findet.

Er wird am Vorabend der Verleihung des Deutschen Filmpreises der Deutschen Filmakademie den Preisträgern feierlich übergeben. Der letzte Preisträger war der Film „Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme“ von Max Hopp, Jan Korthäuer, Ronald Steckel und Klaus Weingarten.

Foto: Savoldelli mit Schauspielerinnen und Kameramann Sandoz (verdeckt) beim Drehen von Stella da Falla (1971)