23.03.2015 08:28 schuld und sühne

Politthriller: Die Schuld der anderen - über die Abgründe der französischen Gesellschaft

Gila Lustiger - Politthriller die Schuld der anderen

Die Schuld der anderen. Was als klassische Ermittlungsgeschichte beginnt, entpuppt sich bald als ein atmosphärisch dichter und mit souveräner Leichtigkeit erzählter Gesellschaftsroman (c) Berlin Verlag

Von: GFDK - Berlin Verlag

Ein paar Zeilen, mehr hat der Journalist Marc Rappaport einem siebenundzwanzig Jahre zurückliegenden Mord, der jetzt durch DNA-Abgleich gelöst sein soll, eigentlich nicht zugedacht. Und doch will er mehr über die Geschichte der jungen Frau erfahren, die mit achtzehn aus der stickigen Enge ihrer französischen Industriekleinstadt nach Paris floh, um zu studieren, und dort in die Prostitution schlitterte.

Dabei stößt er auf einen Skandal von schockierendem Ausmaß, der die unlösbaren Verstrickungen von Wirtschaft, Geld und Politik durchscheinen lässt. Was als klassische Ermittlungsgeschichte beginnt, entpuppt sich bald als ein atmosphärisch dichter und mit souveräner Leichtigkeit erzählter Gesellschaftsroman über ein ganzes Land und unsere Gegenwart. „Mit großem Gespür taucht Gila Lustiger ein in die Abgründe der französischen Gesellschaft und deckt schonungslos die bleibend brüchigen Seiten des Landes auf. Gelungen ist ihr das mit Stil, Eleganz und einer dichten Sprache.“ NDR Kultur

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Gila Lustiger wurde 1963 in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte Germanistik und Komparatistik an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Seit 1987 lebt sie als freie Autorin in Paris. Ihr erster Roman, »Die Bestandsaufnahme«, erschien 1995, dann 1997 »Aus einer schönen Welt«. Mit »So sind wir «(2005), einem Familienroman über die Geschichte der europäischen Juden, stand sie 2005 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. 2011 erschien »Woran denkst Du jetzt« und 2015 ihr neuer Roman »Die Schuld der anderen«.

Pressestimmen zu Gila Lustigers Roman

»Die Schuld der anderen‘ ist ein sehr komplexer Polit- und Wirtschaftsthriller. Er hat mir deshalb auch so gut gefallen, weil Gila Lustiger abseits dieser wirklich hochinteressanten Story, die auf einem wahren Fall beruht, auch immer wieder einstreut das Verhältnis zwischen Mann und Frau, über das Leben in der französischen Provinz und auch immer wieder Seitenlichter wirft auf Rassismus, auf Toleranz und auf den Antisemitismus, den es in Frankreich gab und gibt. Und das macht dieses Buch für mich so ganz besonders und hebt es über einen normalen Thriller sehr hinaus.«, Deutschlandradio Kultur "Lesart", Barbara Wahlster, 16.01.2015

»Der in Paris lebenden Autorin gelingt ein faszinierend-komplexer Politthriller im Stil von Dominique Manotti.«, BÜCHERmagazin, 15.01.2015

»Vor allem spürt der Roman einem Prostituiertenmord nach und entfaltet dabei ein unglaublich gegenwärtiges und facettenreiches Panorama von Paris und von der französischen Gesellschaft.«, BR 2 "Diwan", Cornelia Zetzsche, 17.01.2015

»Gila Lustiger ist mit ihrem neuen, fast 500 Seiten langen Opus ein packender, spannender Roman gelungen. Die sonst eher ruhige Kammerspielautorin probiert mit 'Die Schuld der anderen' eine für sie neue Gattung aus: den Krimi. Mit großem Gespür taucht Gila Lustiger ein in die Abgründe der französischen Gesellschaft der 80er-Jahre und deckt schonungslos die bleibend brüchigen Seiten des Landes auf. Gelungen ist ihr das mit Stil, Eleganz und einer dichten Sprache.«, NDR Kultur "Lesezeit", Claudia Christophersen, 15.01.2015

»Mit Lust am scharfen Denken inszeniert [Gila Lustiger] einen gesellschaftlichen Diskurs, lässt uns an Widersprüchen und Emotionen ihrer Figuren teilhaben. Das macht diese so lebendig und den Roman, der in vielen Details auf Fakten beruht, so überzeugend. 'Die Schuld der Anderen' postuliert Menschlichkeit, verhandelt die brennenden Fragen unserer Zeit und ist ein gelungenes Beispiel für die Relevanz des Romans.« , Deutschlandradio Kultur "Buchkritik", Carsten Hueck, 19.01.2015

»'Die Schuld der anderen' ist die Geschichte einer Recherche, auch eine Familiengeschichte, eine Wirtschafts- und Politstory. Gila Lustiger beschreibt sehr genau die sich verändernde französische Gesellschaft. Sie war in den Vorstädten, Vorstandsetagen, Rathäusern und Parlamenten. Ihre Figuren sind vielschichtig, voller Fehler und Widersprüche, einfach menschlich und Marc ist – trotz seiner Schwächen – ausgesprochen sympathisch. Dieses Buch ist faszinierend, sprachlich ein Genuss. Ein Frankreich-Roman, der genau in diese Zeit passt.«, rbb Inforadio, Ulrike Bieritz, 20.01.2015

»'Die Schuld der anderen' – ein Kriminalroman, der die Welt erklärt.«, ARD druckfrisch, Denis Scheck, 01.03.2015

»In 'Die Schuld der anderen' thematisiert die deutsche Schriftstellerin Gila Lustiger zahlreiche gesellschaftliche Probleme Frankreichs. 'Ich hatte das Gefühl, dass ich das Land, in dem ich lebe, nicht mehr verstehe', beschreibt die Wahlpariserin ihre Motivation für das Buch. Trotzdem wolle sie damit die französische Gesellschaft nicht niedermachen.«, Deutschlandfunk "Büchermarkt", Christoph Vormweg, 06.03.2015

»Gila Lustigers neuer Roman 'Die Schuld der Anderen' spielt virtuos mit Versatzstücken des Kriminalromans - und erweist sich dabei als großer analytischer Gesellschaftsroman französischer Verhältnisse.«, WDR 5 "Buch der Woche", Peter Henning, 07.03.2015

»Mit ihrem Roman legt Autorin Gila Lustiger eine komplexe aber stets souverän beherrschte Intrige an, die nicht in Schwarz-Weiß-Konturen stagniert, sondern spannende Zwischentöne in der französischen Gesellschaft darstellt.«, Deutschlandfunk "Büchermarkt", Jürgen Ritte, 08.03.2015

Erschienen im Berlin Verlag