12.06.2018 07:16 Roths Werke sind häufig autobiografisch

Nachrufe auf Philipp Roth - wozu Literatur imstande ist

T.C. Boyle ist begeistert von Philip Roths Romanen Der Ghostwriter, Verschwoerung gegen Amerika und Amerikanisches Idyll

T.C. Boyle ist begeistert von Philip Roths Romanen „Der Ghostwriter“, „Verschwörung gegen Amerika“ und „Amerikanisches Idyll“.

Von: GFDK - Bücher - Literatur

"Generationen von Lesern haben durch Philipp Roth begriffen, wozu Literatur imstande ist: wie sie begeistert, wie sie entlarvt, wie weit sie es treiben kann auf der Suche nach der menschlichen Wahrheit", unser Verleger Jo Lendle erinnert sich an einen der größten Schriftsteller unserer Zeit. Viele unserer Autoren haben es ihm gleichgetan:

"Wir wissen nicht, ob der biblische Gott – up in heaven – ein Leser ist, aber wenn er einer ist, müssen ihn die Romane von Philip Roth immer schon ziemlich eifersüchtig gemacht haben." (Norbert Gstrein)

"Er hatte eine wunderbare Gabe fürs Komische und einen Sinn für Abenteuer. Er nahm das, was er tat, ernst. Er war auch mutig und schrieb die Bücher, die er schreiben wollte." (Colm Tóibín)

"Philip Roth war einer meiner frühen Helden der Literatur, 'Portnoys Beschwerden' ein Buch, das mich als Leser begeistert und als Möchtegernautor herausgefordert und mir gezeigt hat, was ein Roman kann, was für unbekannte, verstörende Welten er auszubreiten und in welche Abgründe er zu blicken vermag." (Rolf Lappert)

Diese und weitere Nachrufe von Navid Kermani, Richard Ford, T.C. Boyle und anderen haben wir für Sie in voller Länge auf einer Seite gesammelt: Erinnerungen an Philipp Roth

Und wenn Sie nun überlegen, erneut oder vielleicht zum ersten Mal einen Roman von Philipp Roth zu lesen, erwarten Sie im September vier besonders schön ausgestattete Neuauflagen:

Roberto Saviano zitiert Philip Roth auf Instagram

“Alles was ich habe, um mich zu verteidigen, ist das Alphabet; das wurde mir gegeben statt eines Gewehrs.”

Richard Ford

"Meine große Angst ist – eine Angst, die ich jetzt, wo Roth tot ist, besonders stark fühle –, dass so ein Mut, eine solche Radikalität und Kühnheit unter uns Schriftstellern heute immer weniger, immer schwächer wird; und immer mehr unterdrückt werden wird durch politische Korrektheiten und den wirtschaftlichen Druck auf unsere Branche, durch die hässlichen, gewalttätigen, zynischen Effekte von politischem Opportunismus.

Es gilt aber, den Mut, die Risikofreude, den Ehrgeiz zu bewahren, und darin ist Roth ein Vorbild: Er hat seine Freiheit, nicht zuletzt die der Vorstellungskraft, voll ausgeschöpft".