13.02.2014 08:24 eine art tagebuch

Max Frisch: Aus dem Berliner Journal - einer der großen Schätze in Max Frischs Nachlass

Max Frisch Aus dem Berliner Journal

Sein Berliner Journal zeigte Schriftsteller Max Frisch in einer tiefen Krise, die Notizen entstanden zwischen Februar 1973 und April 1980. (c) Suhrkamp Verlag

Von: Suhrkamp Verlag

Als Max Frisch 1973 in der Berliner Sarrazinstraße eine neue Wohnung bezog, begann er, wieder ein Tagebuch zu führen, und nannte es Berliner Journal. Einige Jahre später betonte er in einem Interview, es handle sich dabei mitnichten um ein »Sudelheft«, sondern um ein »durchgeschriebenes Buch«.

Porträts von berühmten Schriftsteller-Kollegen

Seiner literarischen Form nach entspricht es den weltberühmt gewordenen Tagebüchern der Jahre 1946-1949 und 1966-1971: Neben Betrachtungen aus dem Alltag des Schriftstellers finden sich erzählende und essayistische Texte sowie sorgfältig gezeichnete Porträts von Kolleginnen und Kollegen wie Günter Grass, Uwe Johnson, Wolf Biermann und Christa Wolf. Nicht zuletzt zeugen die Tagebucheinträge von der außergewöhnlichen Wachheit, mit der Frisch als Bewohner West-Berlins die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR beobachtet und erlebt hat.

Max Frisch zeichnet einen scharfen Blick auf das Leben

Es gilt als einer der großen Schätze in Max Frischs Nachlass, das legendäre Berliner Journal, vom Autor selbst mit einer Sperrfrist von zwanzig Jahren nach seinem Tod versehen, der »privaten Sachen« wegen, die er darin verzeichnete. Nun wird es erstmals in Auszügen publiziert, nun ist der unverwechselbare Frisch wieder da:

Illusionslos und voller Zweifel im Ton und mit lustvoll scharfem Blick auf die Welt


Suhrkamp Verlag; Auflage: 4 (20. Januar 2014) presse@suhrkamp.de