04.06.2018 07:20 "The Ingmar Bergman Archive"

Ingmar Bergman eine der Leitfiguren des internationalen Films

Cannes der beste Regisseur aller Zeiten so nannten die Kollegen Ingmar Bergman

Cannes "der beste Regisseur aller Zeiten" so nannten die Kollegen Ingmar Bergman. Ingmar ist lebendig, und wie, wie die Hommage nun zeigt. FotO: Quelle: Taschen Verlag/ Sjöbergs bilder

Von: GFDK - Bücher - Literatur

Seit der Kinopremiere von Das siebente Siegel und Wilde Erdbeeren im Jahre 1957 war Ingmar Bergman eine der Leitfiguren des internationalen Films.

Es ist ein Bildband von gigantischem Ausmaß: sieben Kilo, 600 Seiten, 1000 Bilder. Und  Anekdoten über Projekte, die nie zustande kamen.

Im Laufe einer mehr als sechzig Jahre umspannenden Karriere schrieb, produzierte und inszenierte er 50 Filme, die existenzielle Fragen um Sinnfindung, Identität, Tod und Sexualität verhandelten und die Beziehungshöllen und Selbstzweifel einer Bourgeoisie in der Krise sezierten, aber durchaus auch alle metaphysische Schwere abwerfen und sich, wie seine „Sommerfilme“, zu komödiantischer Leichtigkeit aufschwingen konnten.

Vor seinem Tod im Jahre 2007 gewährte Bergman TASCHEN und dem schwedischen Verlag Max Ström freien Zugang zu den Archiven der Bergman-Stiftung und die Genehmigung, seine Schriften und Interviews nachzudrucken.

Viele davon waren niemals außerhalb Schwedens erschienen. Bildrechercheur Bengt Wanselius, der zwanzig Jahre lang Bergmans Fotograf war, durchstöberte Fotoarchive in ganz Schweden, entdeckte nie zuvor gesehene Bilder aus Bergmans Filmen und ergänzte sie durch ebenfalls bislang unveröffentlichte Bilder aus den privaten Archiven international renommierter Fotografen.

Zahlreiche Weggefährten Bergmans, Kritiker, Schauspieler, Bergman-Experten und Filmhistoriker kommen zu Wort und zeichnen den Lebensweg eines kreativen Genies nach, das sich jeder Kategorisierung entzog.

Diese Neuausgabe entstand auf der Grundlage unseres Buchs Das Ingmar Bergman Archiv, des bis heute umfangreichsten Buchs über den Regisseur. Das für dieses preisgekrönte Werk seinerzeit von TASCHEN-Redakteur Paul Duncan zusammengestellte Team aus Bergman-Experten recherchierte und verfasste dazu einen Text, der erstmals das gesamte Filmschaffen Bergmans berücksichtigte.

Bergmans eigene Schriften waren dabei so aufschlussreich, dass der größte Teil der Geschichte in seinen eigenen Worten erzählt wird. Dieses Buch enthält zudem eine Einleitung von Bergmans engem Freund und Mitarbeiter, dem Schauspieler Erland Josephson.

Am 24. November 2008 wurden Paul Duncan und Bengt Wanselius für diesen Band mit dem August-Preis 2008 für das beste in Schweden veröffentlichte Sachbuch ausgezeichnet, dem angesehensten Literaturpreis Schwedens, über dessen Vergabe Buchhändler und Bibliothekare in ganz Schweden abstimmen.  

 „Ein aufwendiges Werk von nicht zu überbietender Qualität, die großartigste Monografie, die je über einen Filmregisseur erschienen ist.“
The Guardian