24.01.2014 08:12 mit dem Förderpreis Literatur ausgezeichnet

Hannah Dübgen erzählt in ihrem Debütroman von internationalen Lebensläufen in unserer Zeit

Debuetroman von Hannah Duebgens

Hannah Dübgens erster Roman ›Strom‹ ist eine herausragende Gegenwarts-Erzählung (c) dtv

Von: Deutscher Taschenbuch Verlag

Mit ›Strom‹ hat Hannah Dübgen einen herausragenden Roman über unsere Gegenwart geschrieben und wird hierfür mit dem Förderpreis Literatur der Landeshauptstadt Düsseldorf 2013 ausgezeichnet.

Vier Menschen in vier Ländern

Ada aus Berlin hat mit ihrer Freundin Judith einen Dokumentarfilm über das Leben im Gazastreifen gedreht. Judith aber stirbt kurz nach Fertigstellung des Films. Die junge japanische Pianistin Makiko ist nach Paris gezogen und gibt in ganz Europa Konzerte. Als sie erfährt, dass sie ein Kind erwartet, ist sie schockiert. Jason arbeitet für eine amerikanische Investmentfirma. In Tokio soll er den Kauf eines japanischen Traditionsunternehmens organisieren. Der Zoologe Luiz, der in Brasilien aufwuchs, lebt mit seiner jüdischen Frau und den zwei gemeinsamen Kindern in Tel Aviv, will aber weg aus Israel, weil er den politischen Wahnsinn im Land nicht mehr erträgt.

Ein Roman in vier miteinander verwobenen Geschichten

Über unsere Gegenwart, über Menschen, die zwischen Kulturen wandeln. Sie alle lieben, trauern, arbeiten, kämpfen wach und voller Sehnsucht um ihr Leben, ihre Zukunft. Hannah Dübgen erzählt bewegend und mit immenser Kraft von Nähe und Ferne, von Fremde, von alten und neuen Grenzen, von dem Strom, der unsere Zeit ist.

»Es ist bemerkenswert, mit welcher technischen und auch sprachlichen Sicherheit die studierte Literatur- und Musikwissenschaftlerin Dübgen all das in einem nicht eben opulentem Buch von noch nicht einmal 300 Seiten Umfang nicht nur unterbringt, sondern noch dazu in schlüssige Beziehungen zueinander setzt.«
Christoph Schröder, ›Süddeutsche Zeitung‹

 

»Nah oder fern gibt es nicht mehr, nur noch nah oder fremd.«


Hannah Dübgen wird für ›Strom‹ mit dem Förderpreis Literatur der Landeshauptstadt Düsseldorf 2013 ausgezeichnet.

»Hannah Dübgens Erzählstil besticht durch die Kunst, mehrere Handlungsstränge mit unterschiedlichen Protagonisten miteinander zu verknüpfen.

Die Autorin geht nicht nur mit Erzählreife und großem handwerklichem Geschick, sondern auch mit viel Gefühl für die literarische Arbeit und die Protagonisten des Romans zu Werke. Hannah Dübgen hat mit ›Strom‹ einen Roman mit vier ineinander verwobenen Geschichten verfasst. Geschichten über die Gegenwart, über Menschen, die zwischen den Kulturen wandeln. Sie alle lieben, trauern, arbeiten, kämpfen wach und voller Sehnsucht um ihr Leben, ihre Zukunft. Hannah Dübgen erzählt bewegend und mit immenser Kraft von Nähe und Ferne, von Fremde, von alten und neuen Grenzen, von dem Strom, der unsere Zeit ist.

Für die Landeshauptstadt Düsseldorf ist es ein Gewinn, eine solch hochkarätige, junge und neue Autorenpersönlichkeit wie Hannah Dübgen, die in Düsseldorf geboren und aufgewachsen ist und eine enge Bindung zur Landeshauptstadt hat, als Preisträgerin benennen zu können.«

Förderpreis Literatur der Landeshauptstadt Düsseldorf 201315. März, 17:00 Uhr – Lesung Moderation: Günther Opitz (dtv) Jüdische Lebenswelten im Ariowitsch-Haus Leipzig, Hinrichsenstraße 14

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Hannah Dübgen wurde 1977 geboren. Sie studierte Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaft in Oxford, Paris und Berlin. Sie arbeitete für Theater und Oper, schrieb das Schauspiel ›Gegenlicht‹ und die Libretti für mehrere Opern, u.a. ›Matsukaze‹ in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Toshio Hosokawa. ›Strom‹ ist ihr erster Roman.

Deutscher Taschenbuch Verlag

Thomas Zirnbauer
E-Mail: zirnbauer.thomas[at]dtv.de