17.10.2014 08:18 böse und brilliant

Die Ermordung Margaret Thatchers - Meisterliche Erzählungen von Englands größter Schriftstellerin

Erzaehlungen von Hilary Mantel

Hintersinnig, pointiert und mit lakonischem Humor erzählt die Großmeisterin Hilary Mantel von Verbrechen und verstörenden Geschichten (c) DuMont Buchverlag

Von: GFDK - DuMont Buchverlag

»Lord Bell hat Die Ermordung Margaret Thatchers von Hilary Mantel scharf verurteilt und die Polizei aufgefordert zu ermitteln. Doch um was für ein Verbrechen geht es dabei eigentlich? [...] Die verstörendsten Geschichten sind solche, die in der Realität wurzeln, wie hier im Blick einer Frau aus einem Fenster.

Das Verbrechen ist, dass Lord Bell und jene, die sich jetzt lautstark erregen, das nicht begreifen. Denken steht momentan noch nicht unter Strafe
Damian Barr (THE GUARDIAN) verteidigt die Dame of the British Empire, nachdem gegen sie wegen ihrer Erzählung Die Ermordung Margaret Thatchers polizeilich ermittelt werden sollte. So hatte es zumindest Lord Timothy Bell, der ehemalige Wahlkampfberater von Margaret Thatcher, gefordert.

Ein Unfall mit tödlichem Ausgang

Ein geheimnisvolles Satzzeichen. Ein aufdringlicher Besucher. Ein plötzlicher Herzstillstand. Es sind die unterschiedlichsten Dinge und Ereignisse, die Hilary Mantels Figuren aus der Lebensbahn werfen – mal für kurze Zeit, mal für immer. Gemein ist ihnen, dass sie tief ins Fleisch des Daseins schneiden. Mit einem untrüglichen Gespür für die Balance zwischen subtiler Andeutung und zielsicher gesetzten Schockeffekten entlarvt »die größte englische Schriftstellerin« (so die Jury des Booker-Preises) die Abgründe, über denen das Leben wie ein dünner Teppich liegt.
Diese hintersinnigen, pointiert und mit lakonischem Humor erzählten Storys sind der Beweis, dass die Großmeisterin des üppigen historischen Romans in der kurzen Form – und im Hier und Jetzt – nicht weniger heimisch ist.

Für Fans des Britischen Humors

Hilary Mantel wurde 1952 in Glossop, England, geboren. Nach dem Jura-Studium in London war sie als Sozialarbeiterin tätig. Sie lebte fünf Jahre lang in Botswana und vier Jahre in Saudi-Arabien. Für den Roman ›Wölfe‹ (DuMont 2010) wurde sie 2009 mit dem Booker-Preis, dem wichtigsten britischen Literaturpreis, ausgezeichnet. Mit ›Falken‹, dem zweiten Band der Tudor-Trilogie, gewann Hilary Mantel 2012 den Booker bereits zum zweiten Mal. Die deutsche Übersetzung erschien im Frühjahr 2013 im DuMont Buchverlag, wo auch ihr Roman ›Brüder‹ (2012) erschien.

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