27.01.2015 08:19 chance zum überleben

Buch: Who the Fuck Is Kafka - Eine israelische Schriftstellerin, ein palästinensischer Journalist

Who the Fuck Is Kafka

Who the Fuck Is Kafka: Eine israelische Schriftstellerin, ein palästinensischer Journalist. Er will einen Film über sie drehen, sie erzählt sein Leben (c) dtv

Von: GFDK - dtv

In ihrem neuen Buch ›Who the Fuck Is Kafka‹ erkundet Lizzie Doron das Schicksal zweier Völker, die das Unverständnis füreinander überwinden müssen, wollen sie eine Chance haben, zu überleben. Zuerst: Ein Hotel in Rom.

Eine israelischpalästinensische Konferenz: Aber ist der Mann, der mit Lizzie auf dem Podium sitzt, nicht vielleicht doch ein arabischer Selbstmordattentäter mit Sprengstoffgürtel? Nein, Nadim pflegt nur seine Reiseunterlagen mit schwarzem Klebeband am Hosenbund zu befestigen, und dafür gibt es Gründe

High Heels in Ost-Jerusalem?

Ein Palästinenser im vornehmen Tel Aviver Apartmentgebäude? Von Anfang an ist es eine wechselvolle Freundschaft, die sich zwischen der israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron und dem arabisch-palästinensischen Journalisten Nadim entwickelt, begleitet von Vorurteilen und Unverständnis. Es gibt Grenzen der Verständigung. Lizzie hat den Holocaust im Gepäck, Nadim die Nakba – die große Katastrophe –, wie die Palästinenser die Folgen des 48er-Krieges nennen. Sie begreifen, dass sie dieselbe Irrenanstalt bewohnen, nur in verschiedenen geschlossenen Abteilungen. Nadims Frau aus Gaza aber hat keinen Ort, an dem sie bleiben kann ...

Lizzie Doron, geboren 1953 in Tel Aviv, studierte Linguistik, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr erster Roman ›Ruhige Zeiten‹ wurde mit dem von Yad Vashem vergebenen Buchman Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Jeannette Schocken Preis. In der Begründung der Jury heißt es: »Lizzie Doron schreibt über Menschen, die von ›dort‹ kommen, die den Holocaust überlebten und nun zu leben versuchen. In Israel. Fremd, schweigend, versehrt - und stets ihre Würde wahrend. Mit großer Behutsamkeit nähert die Autorin sich ihren Figuren und mit großem Respekt wahrt sie Distanz.«

›Das Schweigen meiner Mutter‹ ist ihr bisher persönlichstes Buch.

Deutscher Taschenbuch Verlag 1. Februar 2015