03.07.2011 12:22 sein buch ist eine frohe botschaft

Buch: Walser bezeichnet sich im Gespräch mit der "Rheinischen Post" als Muttersohn

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Von: Rheinische Post/ Rowohlt

Düsseldorf (ots) - Für seinen neuen Roman "Muttersohn" hat der Schriftsteller Martin Walser auch die Jesus-Biographie von Papst Benedikt XVI. gelesen und sich daraus einige Sätze notiert. Solche "Melodien habe er sich gern zuspielen lassen", sagte Walser der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Für ihn sei das Schreiben die "einzige Erlösung" und der neue Roman, der am 15. Juli erscheint, eine "frohe Botschaft". Walser bezeichnet sich im Gespräch mit der "Rheinischen Post" als Muttersohn und bedauert die "schmähliche Verballhornung", die seit dem Wort "Muttersöhnchen" Einzug gehalten hat.

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Über das Buch:

«Muttersohn» ist ein Abenteuer, ein wilder, ein mit allen Daseinsfarben auf trumpfender Roman. Ein Roman darüber, was die Liebe vermag, was der Glaube vermag, was die Sprache vermag. «Fräulein Hedwig gegenüber sprach er es zum ersten Mal aus, dass er keinen Vater hatte. Sie meinte natürlich, er sei ein Halbwaise oder der Vater habe sich davongemacht. Er aber, ohne in einen rechthaberischen Ton zu verfallen: Nein. Meine Mutter hat es mir gesagt, dass sie mich geboren habe, ohne dass vorher ein Mann nötig gewesen sei. Dass Fräulein Hedwig dann kein bisschen staunte! Sondern seine Hände nahm und sagte, ihr sei Percy gleich so vorgekommen, als sei er nicht wie alle anderen.»

Walser sagt über seinen neuen Roman; „Das ist der hellste Ton, den ich je produziert, und die Hauptfigur die lichteste Figur, die ich je geschaffen habe.“

 

Wartin Walser wurde geboren 1927 in Wasserburg, lebt in Überlingen am Bodensee. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis und 1998 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Außerdem wurde er mit dem Orden «Pour le Mérite» ausgezeichnet und zum «Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt.

 

Erscheint am 15.7.2011

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