01.04.2015 08:03 Autobiografie

Buch: Von Geist und Geistern - Hilary Mantel hat sich ihren Geistern gestellt

Autobiografie von Hilary Mantel, Von Geist und Geistern

Von Geist und Geistern erzählt das bewegte und bewegende Leben einer Frau, die ihre Schwächen immer wieder in Stärken verwandelt hat. Ein Zeugnis, das Mut macht und staunen lässt (c) DuMont Buchverlag

Von: GFDK - DuMont Buchverlag

Wir alle haben Geister in unserem Leben. Es sind Facetten unserer Persönlichkeit, die wir nie realisieren konnten. Für jedes Ja stirbt ein Nein, für jeden Jungen, der geboren wird, entsteht der Geist eines Mädchens.

Hilary Mantel hat sich ihren Geistern gestellt. In ihrer Autobiografie erzählt sie von ihrem Aufwachsen in einfachsten Verhältnissen und von den Zwängen, denen sich das eigensinnige und träumerische Mädchen unterwerfen muss. Und sie erzählt von ihrer Krankheit, die dazu führen wird, dass sich das Äußere der jungen Frau verändert und sie niemals Kinder gebären wird.

Im Angesicht der Geister entscheidet sie sich für ein Geistesleben und wird zu einer der meistgefeierten Autorinnen und wichtigsten sozialkritischen Stimmen Englands. Von Geist und Geistern erzählt das bewegte und bewegende Leben einer Frau, die ihre Schwächen immer wieder in Stärken verwandelt hat. Ein Zeugnis, das Mut macht und staunen lässt.

Hilary Mantel schreibt ein mutiges Buch

Hilary Mantel wurde 1952 in Glossop, England, geboren. Nach dem Jura-Studium in London war sie als Sozialarbeiterin tätig. Sie lebte fünf Jahre lang in Botswana und vier Jahre in Saudi-Arabien. Für den Roman Wölfe (DuMont 2010) wurde sie 2009 mit dem Booker-Preis, dem wichtigsten britischen Literaturpreis, ausgezeichnet. Mit Falken , dem zweiten Band der Tudor-Trilogie, gewann Hilary Mantel 2012 den Booker bereits zum zweiten Mal. Die deutsche Übersetzung erschien im Frühjahr 2013 im DuMont Buchverlag, wo auch ihr Roman Brüder (2012) und die Erzählungen Die Ermordung Margaret Thatchers (2013) erschienen. Werner Löcher-Lawrence, geboren 1956, arbeitete als Lektor in verschiedenen Verlagen. Heute ist er als literarischer Agent und Übersetzer tätig. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören u. a. John Boyne, Ethan Canin, Patricia Duncker, Hisham Matar, Louis Sachar, Jane Urquhart, Nathan Englander und Hilary Mantel.

Pressestimmen

Buch der Saison. (Ronald Pohl, DER STANDARD (18.03.15))

Was diese Autobiographie besonders kennzeichnet, ist ihr völlig rationaler Umgang mit dem Irrationalen. (...) Dabei ist der Ton nüchtern und völlig unsentimental, der Witz ist stachelig und trocken, der Blick auf die eigene Person von distanzierter, bisweilen sarkastischer Sachlichkeit (...) Ihr Markenzeichen ist eine Mischung aus Metaphysik, illusionsloser Menschenkenntnis und schwarzer Komödie, versetzt mit migräne-erleuchteter Hellsicht. In der englischen Gegenwartsliteratur hat Hilary Mantel nicht ihresgleichen. (Sigrid Löffler, ORF EX LIBRIS)

Mantel ist eine der wichtigsten Schriftstellerinnen der Gegenwart (…) Ein merkwürdiges Buch, voller Härte gegenüber dem Schicksal, das es schildert, dann wieder lyrisch und weich, ein Nachtstück mit Tupfen aus Licht (…) Irgendwann, nach den Höhen des Ruhmes wird es Zeit für eine zweite Autobiographie. (Andreas Kilb, F.A.S. 08.03.2015)

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