02.10.2012 07:32 ein sittengemälde

Buch: Vierzig Jahre russische Geschichte - Das grüne Zelt von Ljudmila Ulitzkaja

(c) Carl Hanser Verlag

Von: Carl Hanser Verlag

Ljudmila Ulitzkaja erzählt von drei Freunden, die in der Sowjetunion zu Dissidenten werden. Ilja, der Fotograf, vervielfältigt und verbreitet in seiner Freizeit verbotene Literatur. Als sich Jahre später herausstellt, dass er auch für den KGB tätig war, muss er fliehen. Micha ist Jude und schreibt seit seiner Jugend Gedichte. Wegen seiner Nähe zum Samisdat wird er denunziert und kommt ins Lager. Sanja kümmert sich während Michas Haft um dessen Frau und kleine Tochter. Dennoch hält ihn nach Michas Tod nichts mehr in der Sowjetunion. In ihrem großen Gesellschaftspanorama erzählt Ulitzkaja von Mut und Verrat, irregeleiteten Idealen, menschlicher Größe und Niedertracht - und immer wieder von der Liebe, die das Handeln der Menschen antreibt. 

Ljudmila Ulitzkaja, 1943 geboren, wuchs in Moskau auf. Sie schreibt Drehbücher, Hörspiele, Theaterstücke und erzählende Prosa. 1996 erhielt sie in Frankreich für ihre Erzählung Sonetschka den Prix Médicis. 1997 erschien ihr in viele Sprachen übersetzter Roman Medea und ihre Kinder, weitere erfolgreiche Bücher folgten. Bei Hanser erschienen Die Lügen der Frauen (Erzählungen, 2003), das Kinderbuch Ein glücklicher Zufall (2005), Ergebenst, euer Schurik (Roman, 2005), Maschas Glück (Erzählungen, 2007) und Daniel Stein (Roman, 2009). 2009 erhielt sie den Alexandr-Men-Preis für die interkulturelle Vermittlung zwischen Russland und Deutschland. Im Herbst 2012 erscheint bei Hanser ihr Roman Das grüne Zelt. (Erzählungen, 2007) und Daniel Stein (Roman, 2009). 2009 erhielt sie den Alexandr-Men-Preis für die interkulturelle Vermittlung zwischen Russland und Deutschland. Im Herbst 2012 erscheint bei Hanser ihr Roman Das grüne Zelt.

 

Carl Hanser Verlag GmbH & CO. KG 27. August 2012

 

Pressestimmen:

„Ljudmila Ulitzkaja erkundet in einem grandiosen Roman die Sowjetgesellschaft. Mit ihrem neuesten Buch, ,Das grüne Zelt', macht sie endgültig klar, dass sie in der ersten Liga der russischen Gegenwartsliteratur spielt.“ Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung, 01.09.12

„Eine Meisterin in der schönen Kunst der literarischen Verschwendung. Was bei sparsamen Autoren, die mit ihren Einfällen, Figuren und Konstellationen Haus halten, für drei, vier Bücher ausgereicht hätte, führt sie freigiebig in einem einzigen großen Roman zusammen; einem Roman, der randvoll ist mit traurigen Geschichten und übermütigen Anekdoten.“ Karl-Markus Gauss, Süddeutsche Zeitung, 01.09.12

„Ulitzkaja bietet Einblicke in die Lebenswelten von Menschen, die sich in einem totalitären Staat für geistige Freiheit und soziale Gerechtigkeit einsetzen. Thema ist die Verantwortung des Einzelnen, sein Gewissen, seine Freiheit.“ Ruth Wyneken, Frankfurter Rundschau, 05.09.12

„Ein großartiger Einblick in die inneren Strukturen des russischen 20. Jahrhunderts!“ Gregor Ziolkowski, Deutschlandradio Kultur, 06.09.12