15.09.2013 09:00 Die Braut haut auf’s Auge

Buch: "True Crime Detective Magazines" - Eric Godtland und Dian Hanson über diese Die schaurig-schöne Welt

True Crime Detective Magazines

True Crime Detective Magazines verfolgt Beginn und Entwicklung dieses kultigen amerikanischen Genres von 1924 bis 1969. Bild 1-3 (c) Taschen

True Crime Detective Magazines ein amerikanisches KultgenreTrue Crime Detective Magazines, entsprungen aus der großen Depression
Von: Taschen - 3 Bilder

Auf dem Höhepunkt des Jazzzeitalters, als die Prohibition einfache Bürger zu Kriminellen und einfache Kriminelle zu Berühmtheiten machte, wurden Amerikas Detektivhefte geboren. True Detective kam 1924 zum ersten Mal heraus. 1934, als die Große Depression einige spektakuläre Verbrecher wie Machine Gun Kelly, Bonnie und Clyde, Babyface Nelson und John Dillinger hervorgebracht hatte, war die Zeitschrift so berühmt, dass bekannte Cops und Kriminelle gleichermaßen darum buhlten, sich auf den Seiten der Hefte wiederzufinden. Sogar FBI-Chef J. Edgar Hoover schrieb regelmäßig für das Magazin.

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Im Laufe der Jahrzehnte erlebten die Magazine jedoch eine Wandlung: Als Alkohol wieder legal, die Depression vorüber, all die berühmt-berüchtigten Kriminellen tot oder hinter Gittern und die Verkaufszahlen rückläufig waren, wandten sich die „Detectives“ der „Sünde“ zu, um die Umsätze wieder anzukurbeln. Aufreizende, böse Mädchen in engen Pullovern, geschlitzten Röcken und mit Pfennigabsätzen schmückten die Hefte, und von den Titelseiten rief es „Sexgewohnheiten weiblicher Killer“, „Die Schlampe hat mich reingelegt“ oder kurz und knapp „Böse Mädchen“.
 
True Crime Detective Magazines verfolgt die Anfänge und die Entwicklung dieses typischen amerikanischen Genres von 1924 bis 1969. Hunderte von Cover- und Innenteilseiten erzählen eine über fünf Jahrzehnte währende Geschichte, die aber nicht nur von Verbrechen handelt, sondern auch von Amerikas Einstellung zu Sex, Schuld und Sühne. Mit Texten von Eric Godtland, George Hagenauer und True-Detective-Herausgeber Marc Gerald gewährt True Crime Detective Magazines einen unterhaltsamen Einblick in eine der außergewöhnlichsten publizistischen Nischen.

Der Autor:

Eric Godtland ist nach eigenen Aussagen ein triebhafter Sammler. Von seinen Stützpunkten in den Stadtteilen Haight-Ashbury und Potrero Hill in San Francisco aus stürzt er sich zwanghaft auf alles, was mit Mädels, Hawaii, Musik und der Moderne zu tun hat. Wenn er nicht gerade wieder hinter „coolem Zeugs” her ist, managt Eric Musiker, zwingt Technik seinen Willen auf und bettelt um Geld.

Die Herausgeberin:

Dian Hanson wurde 1951 in Seattle geboren. 25 Jahre lang hat sie verschiedene Herrenmagazine produziert, darunter Puritan, Juggs und Leg Show, bis sie 2001 schließlich Herausgeberin der TASCHEN Sexy Books wurde. Zu ihren zahlreichen Büchern für TASCHEN gehören Vanessa del Rio: Fifty Years of Slightly Slutty Behavior, Tom of Finland XXL und The Big Butt Book. Sie lebt in Los Angeles.

Weitere Links:

True Crime Magazines Libary:

http://www.truecrimelibrary.com/

 

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