23.08.2011 07:43 eine Gegenwarts- und Menschenkunde

Buch: Onkel J. - Heimatkunde von Andreas Maier - alles andere als ein Kolumnenbuch

(c) Suhrkamp Verlag

Von: Suhrkamp Verlag

Seit seinem Debüterfolg mit dem Roman "Wäldchestag" ist Andreas Maier häufig unterwegs, um aus seinen Romanen zu lesen. Nur daß er in den letzten zwei, drei Jahren auch immer Geschichten von "Onkel J." las. Jedesmal hatte er das Publikum im Handumdrehen auf seiner Seite. Umstandslos fand man sich angeschlossen an Maiers Welt aus Wetterau, Familie, Fußball, Apfelwein, Kneipenfreuden und –nöten. Jede Kolumne beginnt mit einem »Neulich«-Satz. Dabei handelt es sich um alles andere als ein Kolumnenbuch, und es ist mehr als eine Heimatkunde. Es ist auch eine Gegenwarts- und Menschenkunde, in deren Zentrum mit Maiers Onkel J. eine Figur von bizarrem Reiz steht: eine literarische Heimat- und Gesellschaftskunde, ernsthaft und elegant.

 

Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (25. Juli 2011)

Pressestimmen

»Diese Texte fügen sich zu einem geschlossenen Bild: Statt des Stimmenwirrwarrs seiner Romane zeigt Maier, wo die erfundene Welt dieser Bücher herkommt, aus der viel erwähnten hessischen Wetterau und den Erfahrungen, die das erzählende Ich dort gemacht hat und noch macht… Maier ist seit dem Debüt vor zehn Jahren einer der aufregendsten Schriftsteller der Gegenwart geblieben; mit Onkel J. hat er … sein zugänglichstes Buch geliefert.«

(Sven Hanuschek Frankfurter Rundschau )

» Wie Dante den Höllenkreis betritt Maier in seiner Wetterauer Komödie die Panoptiken einer Vergangenheit, die stets mehr ist als nur seine eigene. Wo immer es hingeht, nach Berlin oder ins Gasthaus, auf den Friedhof oder als Stipendiat in die Villa Massimo, jeder Ort befeuert eine Reflexions- und Erinnerungssuada, die im Kern um die Frage kreist, warum die Veränderung des Unerträglichen oft noch viel unerträglicher ist als das Unerträgliche selbst. Maier ist vordergründig ein Modernitätsverweigerer voller Selbstironie, ein hochkomischer Übertreibungskünstler, der sich auf den zweiten Blick als metaphysisch aufgeladener Empiriker einer Gegenwart entpuppt (...)
Nein, dieses Buch ist mehr als eine Heimatkunde. Es ist auch eine Gegenwarts- und Menschenkunde, in deren Zentrum mit Maiers Onkel J. eine Figur von bizarrem Reiz steht: „Zangengeburt, dürres Kind, geistig zurückgeblieben“. Kneipengeher, ungewaschen, stinkend, lebenslang lebensuntüchtig, also durch und durch modernisierungsresistent. Diese Kolumnen leuchten, allerdings rabenschwarz, und sie perlen, allerdings wie Apfelwein. Aber sie halten länger.«

(Hubert Spiegel )

»Mit dem Band Onkel J. hat Maier im März sein bisher wohl eigenwilligstes und skurrilstes Buch vorgelegt. Es ist eine wild-anarchische Abrechnung mit seiner hessischen Heimat und seinem Onkel – voll von schwarzem Humor.«

(Welt online )

»Er hat von Thomas Bernhard gelernt, sie (die Brandreden) mit sicherer Hand auf der Grenze zwischen Komik und Tragik anzusiedeln.«

(Uwe Wittstock Die Welt )

 

 

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