21.01.2013 09:05 Im Wirrwarr der Wiedervereinigung untergegangen

Buch: "Mutter Vater Roman" - Reinhard Jirgls wiederentdeckter Debütroman beschäftigt sich schon mit den für sein späteres Werk typischen Motiven

"Mutter Vater Roman" - Reinhard Jirgls wiederentdeckter Debütroman beschäftigt sich schon mit den für sein späteres Werk typischen Motiven

(c) Hanser

Von: Hanser

Eine werdende Mutter, die einen Weg sucht für sich und ihr Kind, ein vom Krieg gezeichneter Heimkehrer, der kein Vater sein will - Reinhard Jirgls Debüt, 1990 noch in der DDR erschienen, doch in den Wirren der Wiedervereinigung untergegangen und im vereinten Deutschland nie wieder gedruckt, ist eine große, späte Entdeckung. In einer faszinierenden Textcollage entfaltet Jirgl die Geschichten von Margarete und Walter während der letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs, der Nachkriegszeit und der Aufbaujahre der DDR. Der Roman enthält bereits die zentralen Themen, die auch das weitere Werk Jirgls bestimmen sollten: deutsche Zeitgeschichte und die Macht politischer Systeme über den Einzelnen.

 

 

Über den Autor:

Reinhard Jirgl, geboren 1953 in Berlin, lebt dort als freier Schriftsteller. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Alfred-Döblin-Preis, den Marburger Literaturpreis, den Joseph-Breitbach-Preis, den Stadtschreiber-Preis von Bergen und den Georg Büchner-Preis 2010. Bei Hanser erschienen zuletzt Abtrünnig (Roman aus der nervösen Zeit, 2006), Land und Beute (Aufsätze, 2008) und Die Stille (Roman, 2009). 

 

 

Pressestimmen:

NDR:

http://www.ndr.de/kultur/literatur/buchtipps/muttervater103.html

 

Wiener Zeitung:

http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/literatur/buecher_aktuell/496824_Jirgl-Reinhard-Mutter-Vater-Roman.html

 

Dradio:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1966571/

 

 

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