21.02.2014 08:35 die franzosen wissen eben doch, was liebe ist

Buch: Marilyn Yalom, die große Romanistin und Feministin der ersten Stunde erzählt uns "Wie die Franzosen die Liebe erfanden"

Autorin Marilyn Yalom schreib ueber die Liebeskuenste der Franzosen

Marilyn Yalom beschreibt offenherzig, fundiert und mit viel Humor, wie die Franzosen die Liebe erfanden und auch immer hoch fleissig in ihren amour fous unterwegs sind, wie Präsident Francois Hollande aktuell zeigt (c) Ullstein Buchverlage

Von: Ullstein Buchverlage

Neurotisch, leidenschaftlich, höfisch: Die Franzosen kennen fast so viele Spielarten der Liebe wie Käsesorten. Von den Minnesängern bis Dominique Strauss-Kahn: Immer wieder verblüffen sie den Rest der Welt.

Die amurösen Affären des Francois Hollande

Aktuell macht ja der französische Staatsmann François Hollande in Sachen"Liebe" von sich Reden und hält mit seiner Dreiecksgeschichte die Boulevardpresse und das französische Publikum in Atem. Jetzt kam auch noch raus, dass angeblich die Dame, die das Liebesnest für Hollande und seine Geliebte, die Schauspielerin Julie Gayet gestellt hat, Verbindungen zur korsischen Mafia haben soll. Währenddessen soll seine aktuelle und offizielle Lebensgefährtin Valerie Trierweiler mit den Nerven fertig sein, aber weiter zu ihrem Präsidenten stehen. Denn, auch sie war mal seine heimlich Affäre während François Hollande noch offiziell mit der Mutter seiner vier Kinder, Ségolène Royal, liiert war. Der Mann scheint entweder ein Fabile für heimliche Liebesaffären zu haben oder er kann sich nicht zu einer Frau bekennen. Fest steht, statt sich auf seine Regierungsgeschäfte zu konzentieren, ist der französische Präsident in dauerhafter Ablenkung verstrickt.

Wurde die Liebe in Frankreich erfunden?

Marilyn Yalom, die große Romanistin und Feministin der ersten Stunde, geht dieser unterhaltsamen Frage anhand berühmter Meisterwerke der Literatur nach – offenherzig, fundiert und mit viel Humor.

Nicht umsonst sind Wörter wie Rendezvous, Tête-à-Tête, Ménage-à-trois, Amour fou überall auf der Welt ein Begriff. Von der raffiniert-bösartigen Erotik der Gefährlichen Liebschaften bis zur berechnenden Sinnlichkeit einer Madame Bovary, von der offenen Ehe zwischen Sartre und Beauvoir bis zum exotischen Liebhaber der Marguerite Duras – am Ende steht immer die uralte Frage: Was macht die Liebe aus? Trieb oder Gefühl? Seele oder Intellekt? Für Kenner der Literatur ist dieses Buch ein Fest, bei dem man alte Freunde unter neuen Vorzeichen wiedertrifft. Alle anderen werden große Lust aufs Lesen bekommen.

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