03.03.2015 07:59 rätselhaft

Buch gegen das Verschwinden - Ulrike Almut Sandig beschreibt scheinbar vergangene Orte

Ulrike Almut Sandig - Buch gegen das Verschwinden

In ihrem neuen Buch bietet Ulrike Almut Sandig den Zauber des Erzählens gegen das Verschwinden ganzer Welten aus dem Bewusstsein auf (c) Schöffling & Co.

Von: GFDK - Schöffling & Co.

Ein junger Journalist versucht inmitten der Unruhen um den Istanbuler Gezi-Park die Erwartungen seiner Mutter abzuschütteln, die nach dem Mauerfall 1989 das Reisefieber gepackt hat.

Ein Wanderer geht während eines Schneesturms in den uralten verwunschenen Wäldern des Engadin verloren. Ein kleines Mädchen wird zum nächsten Venusdurchgang von der Großmutter ans Ende der Welt geflogen.

Zauber des Erzählens

Wohin ihre Spuren führen, ist eines der vielen Rätsel dieser Geschichten. Ulrike Almut Sandig beschreibt mit ihrer farbigen und poetischen Sprache nur scheinbar vergangene Orte. In Wirklichkeit leben sie in den Biografien der Älteren und den Lebensentwürfen der jungen Generation fort. Beziehungen werden von den Stürmen der Geschichte durchweht und trügerische Gewissheiten geraten ins Wanken. In ihrem neuen Buch bietet Ulrike Almut Sandig den Zauber des Erzählens gegen das Verschwinden ganzer Welten aus dem Bewusstsein auf.

»Die Autorin bietet den ganzen Zauber des Erzählens auf gegen das Vergessen. Einfach schön.« (HR2 Kultur, Buch der Woche)

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Ulrike Almut Sandig, 1979 geboren, aufgewachsen bei Riesa, lebt in Leipzig und Berlin. Bisher erschienen drei Gedichtbände, Hörbücher und Hörspiele sowie ihre erste Prosaveröffentlichung FLAMINGOS (2010). Ihre Gedichte wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem »Leonce-und-Lena-Preis« 2009. Für FLAMINGOS erhielt sie zahlreiche Stipendien und Preise, darunter den »Droste-Förderpreis« der Stadt Meersburg (2012). Zuletzt wurde Ulrike Almut Sandig 2014 mit dem Arbeitsstipendium des Berliner Senats ausgezeichnet.

Schöffling & Co. Februar 2015