26.04.2012 07:14 Zwei Brüder zwei Leben

Buch: Brüder von Yu Hua - erzählt die Kehrseite des Wirtschaftsrausches in China

© S. Fischer Verlag

Von: S. Fischer Verlag

Zwei Brüder zwei Leben. Li ist ein gerissener Geschäftsmann. Er verkauft Müll und abgetragene Anzüge aus Japan. Li scheffelt Millionen. Bruder Song ist besonnen, ein Schöngeist und ewiger Pechvogel. Ein bisschen zu gut für das moderne China den wilden Kapitalismus. Aber auch er will am Wirtschaftswunder teilhaben. Also lässt er sich seine Brust vergrößern, um den Landfrauen ein Gel zu verkaufen, das den Busen praller macht. Brüder ist die tragikomische Geschichte von Li und Sang, die die Schrecken der Kulturrevolution überleben und im neuen China ihr Glück versuchen. Yu Hua weiß um die Brisanz Chinas, aber er weiß auch, dass man den Humor nie verlieren darf. Brüder ist die Kehrseite des Wirtschaftsrausches in China traurig, klug und sagenhaft komisch.

 

Yu Hua ist in Hangzhou (Provinz Zhejiang) geboren und wuchs in einer kleinen Stadt in Zentralchina auf. Er hat Medizin studiert. Nach der Veröffentlichung seiner ersten Texte, siedelte er nach Peking um, wo er heute lebt.

 

Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (2. April 2012)

 

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Pressestimmen:

»Mit einem Witz und einem Gestaltenreichtum, die ihresgleichen suchen, entfaltet Yu Hua ein Bild des halbwegs vergangenen und des gegenwärtigen China, wie man es sich drastischer schwerlich vorstellen kann: ein Balzacsches Gesellschaftsbild, eine comédie humaine. Er ist ein Meister der Zuspitzung, der absurden Bilder.«
Ludger Lütkehaus, Badische Zeitung, 24.12.2009

»Der S. Fischer Verlag hat seine Werbetrommel für Yu Hua mit Superlativprädikaten gerührt. Doch die Lektüre von Yu Huas ›Brüder‹ hält, was der Verlag verspricht. Ein Roman, der die Tür zur chinesischen Literatur weit aufgestoßen hat.«
Dieter Schneider, rbb, Antenne Brandenburg, 6.11.2009

»ein großartig-grotesker Romananfang. Seine plebejische Komik setzt im Takt mit den kulturrevolutionären Grausamkeiten einen überzeugend tragikomischen Grundton, der sich durch den gesamten ersten Teil des Romans zieht.«
Martin Zähringer, Deutschlandfunk, Büchermarkt, 22.10.2009

»Yu Hua ist bekannt für kritische Stoffe und seinen scharfsinnigen, fesselnden Erzählstil.«
SWR TV, Nachtkultur, 16.10.2009

»ein Gleichnis auf das heutige China, in dem nach der Katastrophe der Kulturrevolution keine Werte mehr übriggeblieben sind, sondern nur noch der Imperativ: Du sollst dich bereichern! Verständlich, dass auch diese Botschaft in China eher zwiespältig aufgenommen wurde.«
Jörg Magenau, Falter, 14.10.2009

»Yu Hua lässt sich Zeit mit dem Erzählen, so wird sein Roman 764 Seiten lang. Und man möchte nicht eine davon missen.«
Barbara Schaefer, Stuttgarter Zeitung, 13.10.2009

»Die Grausamkeit der Kulturrevolution und die ungezügelte Gier der neuen Wirtscahftsordnung werden mit großer satirischer Kunst beschrieben.«
Focus, 12.10.2009

»Vor allem besticht Yu Hua mit hinreißenden, widersprüchlichen, lebensprallen Menschenschilderungen. (…)›Brüder‹ bietet einen reichen Schatz an Bildern, Fakten und Geschichten über das aus seinem Schlaf erwachende China. Leser, die sich auf drastische Schilderungen und derben Tonfall einlassen, können diesen Schatz nun in deutscher Übersetzung heben.«
Wilhelm Hengstler, Kleine Zeitung, 11.10.2009

»Man kann diesem Buch den künftigen Klassikerstatus voraussagen.«
Salve, Oktober/November 2009

»ein deftiges, satirisch überzeichnetes, groteskes, humorvolltrauriges, chinesisch süß-saures wildwucherndes Romangewächs, das einen mächtigen Lesesog entwickelt,
niemals langweilig wird, das man mit einem lachenden und einem weinenden Auge durchschwartet, ohne ein einziges Mal über die 750 Seiten Länge zu stöhnen, im Gegenteil.«
Bernhard Windisch, Nürnberger Nachrichten, 14.10.2009

»eine turbulente, derbe, mit Sexszenen gespickte Groteske, die (…) die Explosion des Marktes, des Individualismus, der alltäglichen Geschäftemacherei erhellt.« Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 13.10.2009

»Dieser Brückenschlag von der Kulturrevolution bis heute zeigt die Beschädigung der Menschen durch die damaligen Kampagnen, die zur Verrohung ganzer Generationen führte.«
Alice Grünfelder, Der Tagesspiegel, 13.10.2009

»Es ist dieses Menschliche, Allzumenschliche, das dem Roman Wärme verleiht, und diese Dimension macht ihn letztlich zu einem großen Kunstwerk. Schon der erste Absatz lässt die Sprachkunst von Yu Hua erahnen.«
Fung On Lui, Frankfurter Rundschau, 13.10.2009

»Dieses Buch ist ein Ereignis. ›Brüder‹ von Yu Hua ist ein maßloses, drastisches, sexbessenes und sehr vitales Werk, ganz sicher nichts für zarte Gemüter!«
Frank Meyer, NDR Info, 13.10.2009

»›Brüder‹(...) verspricht auch in Deutschland ein Hit unter den vielen Übersetzungen zum China-Buchmessenjahr zu werden. Es ist ein grandioser, ziemlich derber Schelmenroman.«
Andreas Lorenz, Wolfgang Höbel, Der Spiegel, 12.10.2009

»Prall ist diese Geschichte gespickt mit kleinen Streifzügen in die Geschichte des chinesischen Romans, dazu hervorragend, gleichsam exemplarisch übersetzt von Ulrich Kautz.«
Tilman Spengler, Welt am Sonntag, 11.10.2009

»Schräg, witzig, saftig, rasant - der Pekinger Autor Yu Hua ringt dem modernen China eine Komik ab, die man kaum vermuten würde.«
Britta Heidemann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 11.10.2009

»man wird schwerlich umhinkönnen, sich seines Sprachwitzes, seiner Situationskomik, der satirischen Präzision seiner sozialen und politischen Typenbilder zu erfreuen. «
Ludger Lütkehaus, Neue Zürcher Zeitung, 10.10.2009

»Zu den wichtigsten und interessantesten Neuerscheinungen in diesem Herbst gehört der Roman ›Brüder‹ von Yu Hua, der einen historischen Bogen spannt von der entfesselten Gewalt während der Kulturrevolution (1966-1976)bis hin zum entfesselten Wirtschaftsboom. «
Deutsche Welle, 10.10.2009

»Dem Schriftsteller Yu Hua gehört das Verdienst, in seinem Roman den Bogen zwischen dem ideologischen Wahn von gestern und dem materialistischen von heute zu schlagen.«
Matthias Messmer, Neue Zürcher Zeitung, 10.10.2009

»Zu den ganz großen Entdeckungen zählt sicher der 1960 geborene Autor Yu Hua, der in der mal krassen, mal komischen Familiensaga ›Brüder‹ vom Auf und Ab nach den Wirtschaftsreformen erzählt und dabei die zum Teil grotesken Veränderungen im Leben von Kleinstadtbewohnern skizziert.«
Irene Jung, Hamburger Abendblatt, 8.10.2009

»schwungvoller und derber Roman - Politsatire, bissiges Gesellschaftspanorama und Schelmenroman in einem (…) mit raffinierten, opulenten Bildern. (…) Die Atmopsphäre aus Willkür, hemmungsloser Brutalität, Angst, Anmassung und Verrohung ist eindringlich und äusserst glaubhaft eingefangen.«
Nicole Henneberg, Basler Zeitung, 7.10.2009

»Tatsächlich ist dem Autor ein Werk gelungen, welches in China vielleicht einen ähnlichen Stellenwert bekommen wird wie ihn ›Die Blechtrommel‹ in Deutschland innehat: Als sarkastische, überbordende und lasterhafte Auseinandersetzung mit der chinesischen Seelenlage, so schrill gehalten wie es die Zeit bedarf. In dieser Bedeutung ist auch für westliche Leser ein wichtiges Buch: Immerhin kommt der Kapitalismus von hier – und lesenswert ist es ohnehin.«
Roman Halfmann, hr-online, 5.10.2009

»Yu Huas Roman kommt wie ein Paukenschlag daher, er zeigt das Innenleben der chinesischen Gesellschaft hinter der polierten Oberfläche des Wirtschaftswachstums, das bei ihm wie in einem Zerrspiegel reflektiert erscheint. Ein großartiges, lautes Buch.«
Silke Ballweg, Deutsche Welle, 5.10.2009

»Sein gerade übersetzter Roman ›Brüder‹ erzählt mit atemberaubender Vulgarität und großem Witz von zwei Brüdern aus der Provinz, die mit Bauernschläue und Hemmungslosigkeit durch die Zeit von der Kulturrevolution bis zur kapitalistischen Gegenwart stolpern.«
Mark Siemons, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2.10.2009

»Rasant: Monumentalwerk und Millionen-Seller in China: In ›Brüder‹ zeichnet Yu Hua ein tragikomisches Bild der Kehrseite des Wirtschaftsbooms im China von heute.«
Madame, Oktober 2009

»Yu Hua schafft plastische, oft filmreife Bilder. (…) ›Brüder‹ ist ein abstoßender, harter, zynischer, drastischer, unversöhnlicher, gewaltiger Roman.«
Wieland Freund, Die Welt, 26.9.2009

»Dieser Roman steht populären Erzählformen näher als ausgefeilter Romankunst. Trotzdem stellt Yu Huas Schreibweise mit ihrem brachialen Humor und ihrer sarkastischen Erzählhaltung unverkennbar eine chinesische Spezialität dar, vergleichbar dem ›Zynischen Realismus‹ in der neuen chinesischen Kunst. Wer ›Brüder‹ liest, hält fraglos ein wichtiges Buch in der Hand, das in China ein riesiger Erfolg war.«
Eberhard Falcke, Tages-Anzeiger, 24.09.2009

»Wer sich Yu Hua zu Gemüte führt, braucht manchmal auch einen langen Leseatem, belohnt wird er dafür aber mit einer wunderbaren tragikomischen Geschichte und der besten Vorbereitung auf die Frankfurter Buchmesse, die heuer ganz im Zeichen Chinas steht.«
Tiroler Tageszeitung, 20.9.2009

»Yu Huas Werk löst auf alle Fälle eine Welle von Gefühlen aus, die von Abneigung über Belustigung bis zu Faszination reichen können. Und spannend bleibt das Buch trotz zeitweiliger epischer Ausbreitungen bis zur letzten Seite allemal.« Andreas Gstettner, ORF, Radio FM4, 18.9.2009

»Erstaunlich, dass die Zensoren solch einen beißend-ironisch, sarkastisch-bitteren Roman zugelassen haben.«
Johannes Kaiser, Deutschlandradio, 17.9.2009

»Der von Ulrich Kautz trefflich übersetzte Roman ist eine wilde und auch unterhaltsame Groteske, in der es ziemlich derb zugeht.«
Thomas Maier, dpa, 24.8.2009

»Bei allem Witz, bei aller derben Komik ein tief-trauriges Buch, das zeigt, wie ein ganzes Land Amok läuft.«
Jobst-Ulrich Brand, Focus Online, 24.8.2009

»›Brüder‹ ist krass und befremdlich, für Liebhaber des Deftigen aber dennoch eine grausig-unterhaltsame Lektüre.«
Sigrid Loeffler, rbb kulturradio, 17.08.2009

»Wem die chinesische Gegenwartsliteratur bisher verschlossen blieb, dem bietet Yu Huas ›Brüder‹ einen grandiosen Einstieg. Der epische Roman rechnet in drastischer Weise ab mit den Exzessen der jüngeren chinesischen Geschichte, mit Maos Kulturrevolution ebenso wie mit Dengs Wirtschaftsboom. Selten hat man so gelacht, selten war man so geschockt und berührt. (…) Sein Roman ist von abgründiger Traurigkeit und unsäglicher Grausamkeit, von herzhaftem Slapstick und groteskem Witz, von satirischer Wucht und befreiender Heiterkeit, sublimer Zärtlichkeit und bewegendem Mitgefühl. Niemand bleibt für sich allein in diesem kollektiven Kosmos. (…) Selten war eine Tragödie so komisch, eine Komödie so tragisch wie ›Brüder‹. Wer die alteuropäische Müdigkeit abschütteln will, halte sich an dieses Buch. «
Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung, 15.8.2009

»Um es vorweg zu sagen: ›Brüder‹ von Yu Hua ist ein epochaler Roman wie Thomas Manns ›Buddenbrooks‹ oder ›Mitternachtskinder‹ von Salman Rushdie, und das Buch hat seinen Welterfolg voll und ganz verdient. (…) Der Reichtum des Romans an sich überkreuzenden Themen und Motiven, ironischen Anspielungen und irrwitzigen Überdrehungen lässt sich hier nur andeuten.«
Hans Christoph Buch, Die Zeit, 13.8.2009

»Yu hat eine beißend-ironische, sarkastisch-bittere Abrechnung mit Chinas alter und neuer Gesellschaft geschrieben. Es ist ein erschreckendes, verstörendes Buch, ein grandioser Roman.«
Johannes Kaiser, Norddeutscher Rundfunk, Kultur, 12.8.2009

»Drastisch, anrührend, schockierend und gleichzeitig humorvoll (…) In Balzac’scher Manier beschreibt Yu Hua die gewaltigen Umwälzungen in der Kleinstadt Liuzhen.«
Regina Krieger, Handelsblatt 7.8.2009

»Ein großartiges, lautes Buch.«
Silke Ballweg, Westdeutscher Rundfunk, 22.7.2009

»Yu Hua ist nicht nur ein freidenkender Intellektueller, sondern vor allem auch ein grosser Dichter, wovon sein grandioser Roman ›Brüder‹ zeugt, der diesen August in deutscher Übersetzung bei S. Fischer erscheint.«
Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung, 15.6.2009