03.04.2013 09:00 Zwischen Kaiserreich und Republik

Buch: "Aus dem Café Größenwahn" - Egon Erwin Kischs Berliner Reportagen lassen tiefe Einblicke zu

"Aus dem Café Größenwahn" - Egon Erwin Kischs Berliner Reportagen lassen tiefe Einblicke zu

(c) Wagenbach

Von: Wagenbach

Nach langer Zeit wird der »rasende Reporter« endlich den Lesern wieder zugänglich gemacht: mit seinen schönsten Reportagen aus dem Berlin zwischen Kaiserreich und Republik. Sorgfältig ausgestattet mit Photos der Orte und ihrer Bewohner.

Kischs Miniaturen über das Berlin der 1920er Jahre haben die Genauigkeit des Blicks von außen: Wie sieht es aus in einer Stadt, die erst wenige Jahrzehnte zuvor »Reichshauptstadt« wurde, nach einem verlorenen Krieg, der Flucht des Kaisers, in einer ungewohnten Republik?
Und wie leben die Leute in dieser Riesenstadt, in die der Fortschritt verspätet und mit geradezu brutaler Gewalt einbricht: mit dem Elektrizitätswerk Rummelsburg, der Inflation, den Weltverbesserungsideen der Literaten im Café Größenwahn, der Polizei und ihrer Beute, mit Glühbirne und Grammophon.
Aber der Reporter aus Prag vergisst auch nicht seine Landsleute in Rixdorf, dem »Böhmischen Dorf«, er geht ebenso in die Schlachterläden wie zum Sechstagerennen, in spiritistische Sitzungen und zu Heiratsvermittlungen – immer mit Notizheft und offenen Ohren.

 

Über den Autor:

Egon Erwin Kisch wurde 1885 in Prag geboren, zwei Jahre nach Franz Kafka. Beide liebten Berlin. Für Kafka blieb es Sehnsuchtsort, Kisch hingegen übersiedelte Ende des Ersten Weltkriegs in diese Stadt und wurde ihr Portraitist. Später nahm er am Spanischen Bürgerkrieg teil, emigrierte
nach Mexiko und kehrte 1946 nach Prag zurück, wo er 1948 starb.

 

Pressestimmen:

NDR:

http://www.ndr.de/kultur/literatur/buchtipps/groessenwahn105.html

Süddeutsche Zeitung:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/schloemanns-auslese-aus-dem-cafe-groessenwahn-1.1628684

NDR:

http://www.ndr.de/ndrkultur/audio154005.html

 

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