02.01.2017 00:43 kunstforum band 244 erschienen

Auftragskunst - Kunst in der Abhängigkeit?

kunstforum band 244 erschienen

In diesem Band „Die neue Auftragskunst“ werden Unternehmer, Kuratoren, Sammler, Galeristen und Künstler zu dem Thema interviewt (c) Kunstforum

Von: GFDK - Kunstforum

Die neue Ausgabe vom Kunstforum nimmt das Thema Auftragskunst in Augenschein. Wird der Künstler zum Abhängigen? Ist dies ein Ausdruck der Gegenwart oder gab es diese "Abhängigkeit zum Auftraggeber" schon immer?

Jahrhunderte lang arbeiteten Künstler im Auftrag von Päpsten, Königen und Aristokraten. Mit der Moderne erschlossen sie sich einen bürgerlichen Kunstmarkt und beendeten diese Abhängigkeiten. Ihr Glaube an eine Autonomie der Kunst ließ Aufträge weit in den Hintergrund rücken.


Mit dem Ende des 20. Jahrhunderts ändert sich diese Situation, spätestens seit der Jahrtausendwende ist eine neue Auftragskunst zu beobachten: Immer mehr Unternehmen beauftragen Künstler, ortsspezifisch oder mit ihren Produkten, ihrem Logo oder unter ihrem Namen Werke zu schaffen. Die Kunst dient dabei als Klebstoff, als Verbindungsmittel zur Gesellschaft, zu Kunden, zu Mitarbeitern, zum Publikum.
 
In diesem Band „Die neue Auftragskunst“ werden Unternehmer, Kuratoren, Sammler, Galeristen und Künstler interviewt, um die Notwendigkeit von Kompromissen zu erörtern und die Scheu vor dem Begriff zu thematisieren.
 
Neben einem konzentriert, historischen Rückblick, wird anhand einer großen Auswahl an Beispielen von Unternehmen aus der Modebranche, dem Bank- und Immobiliensektor, der Autobranche, der Kirche, dem öffentlichen Raum und Institutionen, Einblick in die massiv zunehmende Produktion von Auftragskunst gegeben und die Kritik an der neuen Situation zur Debatte gestellt.