07.07.2012 07:00 15. Juli bis 28. Oktober 2012:

Worpsweder Lichtbilder - Die faszinierende Landschaft Worpswedes war um die Jahrhundertwende nicht nur für Maler und Malerinnen ein Ort der Inspiration

(c)Georg Tappert: Sandweg mit Birken, um 1906/09, Barkenhoff-Stiftung Worpswede

Von: Johanna Köhler

Obwohl sie in der Literatur vergleichsweise wenig Beachtung finden, waren Fotografien in der Worpsweder Künstlerkolonie bereits um 1900 wichtiger Bestandteil des künstlerischen Ausdrucks. Carl Eeg, Heinrich Vogeler, Hermine Overbeck-Rohte oder Georg Tappert experimentierten mit dem jungen Medium, fotografierten Landschaft und setzten sich selbst in Szene.

In der Gegenüberstellung mit Grafiken und Gemälden lenkt die Schau einen ganz neuen Blick auf die berühmte Künstlerkolonie und ihre Protagonisten und beleuchtet spannende Beziehungen zwischen Fotografie, Grafik und Malerei.

Die faszinierende Landschaft Worpswedes war um die Jahrhundertwende nicht nur für Maler und Malerinnen ein Ort der Inspiration. Auch bei Lichtbildnern erfreute sich das Künstlerdorf großer Beliebtheit. So existieren zahlreiche Landschafts- und Porträtaufnahmen, die in mancherlei Hinsicht den zeitgleich entstandenen Gemälden ähneln, aber doch ihre ganz eigene Bildsprache sprechen.

Besonders anschaulich lässt sich die Interaktion zwischen Malerei und Fotografie am Beispiel Heinrich Vogelers und Carl Eegs ausmachen, denn hier stehen die Fotografien in unmittelbarem Zusammenhang mit der Gemälde- und Grafikproduktion. Im Jahr 1898 fotografierte nicht nur Carl Eeg als versierter Fotograf Heinrich Vogeler und seine spätere Frau Martha.

Auch Vogeler ließ Martha Schröder zusammen mit Carl Eeg als Ritter verkleidet vor der Kamera posieren. Im Hinterkopf hatte er dabei immer die malerische Komposition ? diese Fotografien dienten ihm wiederum als Vorlage für seine Märchen-Motive in mehreren Radierungen und Gemälden.

Die Ausstellung lädt den Betrachter ein, die Worpsweder Künstlerkolonie mit dem fotografischen Blick der Zeit kennenzulernen und so ein Stück weit lebendig werden zu lassen. Neben Fotografien von Georg Tappert, Rudolph Stickelmann, Hans Müller-Brauel, Carl Eeg, Hermine Overbeck-Rohte, den Gebrüdern Hofmeister und Hugo Erfurth werden auch zeitgleich entstandene Grafiken und Gemälde ausgewählter Worpsweder Künstler gezeigt.

Die Ausstellung Worpsweder Lichtbilder: die Künstlerkolonie in frühen Fotografien findet in Kooperation mit der großen Sommerausstellung der Worpsweder Museen Heinrich Vogeler: Künstler, Träumer, Visionär (26. Mai ? 30. September 2012) statt.

Vernissage und Öffnungszeiten

Die Ausstellung wird am Samstag, den 14. Juli 2012, um 15 Uhr im Paula Modersohn-Becker Museum eröffnet und ist bis zum 28. Oktober 2012 dienstags bis sonntags von 11?18 Uhr zu besichtigen.

Öffnungszeiten an Feiertagen

Tag der Deutschen Einheit: 13?18 Uhr.

Eintrittspreise

5 ?, ermäßigt: 3 ?, Kinder 7 bis 18 Jahre: 3 ?, Familien (2 Erwachsene, bis zu 4 Kinder): 12 ?,

Gruppen (ab 10 Personen): 3 ? pro Person, Schulklassen: 1,50 ? pro Person.

Ermäßigter Eintritt bei Vorlage einer Eintrittskarte aus den Bremer Museen

Wer eine Eintrittskarte zum vollen Preis in einem der beteiligten Museen erwirbt, erhält bei ihrer Vorlage am gleichen und am Folgetag in den Partnermuseen eine ermäßigte Eintrittskarte. Beteiligt sind: Focke-Museum, Gerhard-Marcks-Haus, Kunsthalle Bremen, Kunstsammlungen Böttcherstraße, Übersee-Museum, Weserburg und Wilhelm Wagenfeld Haus.

Ermäßigter Eintritt bei Vorlage der Weser-Kurier AboCard.

Ermäßigter Eintritt mit dem Worpsweder Museum4-Ticket.

Johanna Köhler

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing

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Paula Modersohn-Becker Museum

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