25.06.2015 08:00 Amsterdam im Sommer 1942

Theater in Kassel: Anne Frank - ein Mädchen schreibt über Alltagssorgen und erste Verliebtheit

anne frank kassel

Im August 1944 wird das Versteck verraten; als Einziger überlebt Otto Frank, Anne und ihre Schwester sterben im KZ Bergen-Belsen; (c) N. Klinger

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Von: GFDK - Staatstheater Kassel

Amsterdam im Sommer 1942. Die jüdische Familie Frank, die bereits zu Beginn der Naziherrschaft emigriert war, kann dem Verfolgungsdruck der deutschen Besatzer nicht mehr standhalten.

Theater in Kassel

Otto und Edith Frank tauchen im Hinterhaus an der Prinsengracht unter, mit ihnen ihre Töchter Margot und Anne sowie vier weitere Bekannte der Familie. Kurz zuvor hat Anne ein Tagebuch geschenkt bekommen. »Liebe Kitty …«, so beginnen die Einträge in ihrem Buch, das inzwischen Weltdokumentenerbe ist und das die 25 Monate im Versteck ebenso eindringlich schildert wie Annes Gedanken und Träume.

Ein Mädchen schreibt über Alltagssorgen und erste Verliebtheit, über ihre Auflehnung gegen die Eltern und ihre Versuche, die Welt, die Menschen, die Politik, den Krieg zu begreifen. »Der ganze Erdball rast, überall Vernichtung. Die Welt wartet, viele warten auf den Tod«, doch »einmal werden wir wieder Menschen sein und nicht nur Juden.«

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Im August 1944 wird das Versteck verraten; als Einziger überlebt Otto Frank, Anne und ihre Schwester sterben im KZ Bergen-Belsen – wenige Wochen, bevor britische Truppen das Lager befreien. Anne Frank ist noch nicht einmal 16 Jahre alt. Das Tagebuch der Anne Frank gilt als eines der eindrücklichsten Dokumente von Judenverfolgung, Terror und Krieg und ebenso als das wirkungsstarke literarische Vermächtnis einer begabten jungen Autorin. Unsere Theaterfassung lässt Anne Frank in ihren eigenen Worten zu uns sprechen – durch eine Schauspielerin allein.

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