14.09.2011 07:19 16. bis 18. September 2011 - Karlsruhe

The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989 - Ausstellung mit Performances, Workshops, Konzerten, Artist Talks, Vorträgen und Podiumsdiskussionen

Von: ZKM

Mit einem dreitägigen Festival eröffnet im September die Ausstellung The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989, die sich mit der Globalisierung als eine Phase geopolitischer Wandlung sowie die Wandlung der Kunst und ihrer Produktionsbedingungen auseinandersetzt.

Von Freitag bis Sonntag wird die Ausstellung mit Performances, Workshops, Konzerten, Artist Talks, Vorträgen und Podiumsdiskussionen im ZKM sowie im Stadtraum Karlsruhe eröffnet.

Die Globalisierung als eine Phase geopolitischer Wandlung der Welt ist zugleich eine Wandlung der Kunst, ihrer Produktionsbedingungen und der Möglichkeiten ihrer Verbreitung und Präsenz.

Zugleich stehen die KünstlerInnen und vor allem die Institutionen der Kunst – Großausstellungen, Museen, der Markt – vor der Frage, wie weit Kunst "global" gedacht werden kann und muss – und wie sich dies auf ihre eigenen Arbeitsweisen niederschlägt.

Die Ausstellung The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989 wird mittels dokumentarischer Materialien und künstlerischer Positionen untersuchen, wie die Globalisierung mit ihren dominanten Marktmechanismen einerseits und ihren Utopien der Vernetzung und Freizügigkeit andererseits auf die unterschiedlichen Sphären der Kunstproduktion und -rezeption einwirkt.

Diese Auseinandersetzung mit den maßgeblichen Institutionen und Dispositiven der Kunstwelt soll abbilden, auf welche Weise Globalisierung Kunst prägt und zugleich zum Thema künstlerischer Produktion wird, die keineswegs ohne Bewusstsein ihrer eigenen Bedingungen und Parameter erzeugt und rezipiert wird.

Als eine im besten Sinne utopische "Fabrik" und Arbeitsstätte will das ZKM | Karlsruhe mit The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989 diese Bedingungen, die auch den Alltag jenseits der Kunstwelten prägen, selbst zur Diskussion stellen und aus dem Museum einen Ort des Zeitgenössischen machen, in dem lokale Zeiterfahrung die Einheit der neuen "Weltzeit" unterläuft.

The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989 - 16. bis 18. September 2011

Das Konzept der Ausstellung ist Teil des Forschungsprojekts "Global Art and the Museum" (GAM), das 2006 von Hans Belting und Peter Weibel am ZKM initiiert wurde. In den vergangenen zwei Jahren wurde hier ein Netzwerk mit ProtagonistInnen und Institutionen der globalen Kunstszene geknüpft und über mehrere Seminare und Konferenzen in Karlsruhe und dem Ausland gefestigt und erweitert.

Der in bislang zwei Publikationen und einer extensiven Website festgehaltene Diskurs bildet so das thematische Gerüst der Ausstellung und wird durch die experimentelle Umsetzung in The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989 wieder in das Projekt GAM zurückgespiegelt.


Dieser Ansatz einer wissenschaftlichen, experimentellen Untersuchung des Kunstsystems wird auch für die Ausstellung maßgeblich bleiben. So wird die Selbstreflexion der Ausstellung zu einem ihrer elementaren Teile, wie ein speziell eingerichtetes Residency-Programm und die Arbeit der Kunstvermittlung unterstreichen.

Über ein Dutzend internationaler KünstlerInnen wird hierfür eingeladen, um die Fragestellungen von The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989 zu diskutieren und auch die Konzepte der Ausstellung kritisch zu durchleuchten.

Diese Auseinandersetzung wird innerhalb der Ausstellung mit dem Einrichten eines "Studios" einen konkreten Ort finden, an dem BesucherInnen, VermittlerInnen und KünstlerInnen gemeinsam künstlerisch-edukative Projekte, Workshops und temporäre Präsentationen verwirklichen und so The Global Contemporary mitgestalten und weiterschreiben.

Schließlich wird auch der wissenschaftliche Diskurs, der mit dem Projekt GAM am Anfang stand, während der Ausstellungszeit in einem Rahmenprogramm fortgeführt und im Anschluss Eingang finden in einen umfangreichen Katalog.

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Quelle und weitere Informationen:
ZKM