03.05.2013 10:00 Münchner Stadtmuseum

München: A Life of Style and Purpose - Das Phänomen Audrey Hepburn

Audrey Hepburn im Filmmuseum München

Sie kam als Audrey Ruston zur Welt, Tochter einer holländischen Baroness und eines englischen Bankmanagers. Retrospektive Audrey Hepburn im Filmmuseum. (c) Münchner Stadtmuseum

Audrey Hepburn by Schwarzkopf & Schwarzkopf

Ein Fest der Sinne für alle Fans von Audrey Hepburn © Schwarzkopf & Schwarzkopf

Bob Willoughby, Audrey Hepburn. Photographs

Bob Willoughby, Audrey Hepburn. Photographs 1953–1966 (c) Taschen

Audrey Hepburn, grosse Filmkunst

Bob Willoughby, Audrey Hepburn. Photographs 1953–1966 (c) Taschen

Von: GFDK - Münchner Stadtmuseum

Das Phänomen Audrey Hepburn, der Inbegriff beiläufiger Eleganz, ist heute weitgehend vom Kino gelöst: Die Aufmerksamkeit gilt weniger ihren Filmen als ihrem Stil, von Richard Avedons Kamera verewigt, ganz Rehaugen und Givenchy, die Zigarettenspitze elegant balancierend, ihr Auftreten und ihre Haltung ein Idealbild – auch für die, die sie noch nie spielen sahen. Doch edler Schmuck und das Kleine Schwarze sind nur ein kleiner Teil dieses Phänomens.

Stadtmuseum München

Sie kam 1929 in der Nähe von Brüssel als Audrey Ruston zur Welt, Tochter einer holländischen Baroness und eines englischen Bankmanagers, wodurch sie automatisch die britische Staatsbürgerschaft besaß.  1948 brachte ihre Mutter sie nach London, doch Audreys Hoffnungen auf eine große Karriere als Primaballerina zerschlugen sich schnell. Die einzige Möglichkeit, mit dem Tanzen Geld zu verdienen, bot sich als chorus girl in Bühnenshows.

Wie viele ihrer Kolleginnen aus den Revuen wurde auch sie als lächelnde Dekoration in Filmen besetzt, aber ihre Haltung und Grazie hoben sie unter den Kleinstadt-Schönheitsköniginnen und den blondierten Sexbomben heraus, die sich in den Studios verdingten. Und die Kamera liebte sie: Selbst in den allerkleinsten Rollen erinnert man sich an sie. Kein Geringerer als Alec Guinness nahm Notiz von ihr und schlug sie für die Gaunerkomödie THE LAVENDER HILL MOB (1951) vor, in der sie als exotische »Chiquita« einen unvergesslichen Kurzauftritt hat.

Bildende Kunst

Sie hatte nicht das Aussehen eines offensichtlichen Stars – zart und zierlich in einer Ära des Va-va-voom! – und etablierte sich doch als eine der meistgeliebten Persönlichkeiten des Kinos. Billy Wilder sagte über sie: »This girl, single-handedly, may make bosoms a thing of the past.« Andererseits wird man eine autonome oder gar fordernde Sexualität bei ihren Leinwandfiguren vergebens suchen; es ist wohl kein Zufall, dass ihre Filmpartner meist deutlich älter, bisweilen doppelt so alt waren.

Freunde der Kunst

Aus der Nähe betrachtet wirkt Audrey Hepburns Filmografie außerordentlich vielfältig: Es gibt Musicals, Thriller, Liebeskomödien, Kammerspiele, intime Dramen und große Ausstattungsfilme, Kriminalkomödien, Abenteuerfilme, Bestsellerverfilmungen, Adaptionen von Theaterstücken, das Remake eines ausländischen Erfolgsfilms, zum Glück auch einen Western. Mit etwas Abstand zeigt sich aber eine Gemeinsamkeit, die ungewöhnlich viele der von ihr verkörperten Figuren verbindet…

"Menschen müssen, eher noch als Gegenstände, aufgebaut, aufgefrischt, aufgerichtet, aufgepeppt und aufgemöbelt werden; aufgeben aber darf man niemanden jemals."
— Audrey Hepburn

Münchner Stadtmuseum

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