07.05.2012 07:50 Ausstellung Reliquie - Fetisch in Kirche, Kunst & Konsum

Interaktive Zeichenperformance in Trier am 9. und 23. Mai 2012 mit Klaus Maßem „I have, you don´t“ zum Kunstprojekt DIE KATHEDRALE von Rainer Breuer

(c) Klaus Maßem

Von: Tufa - 3 Bilder

Zum Kunstprojekt DIE KATHEDRALE von Rainer Breuer, in der Ausstellung
Reliquie - Fetisch in Kirche, Kunst & Konsum.
In Rainer Breuers KATHEDRALE, der größten Projektarbeit der RELIQUIEN-Ausstellung in der Trierer Tuchfabrik, ist Klaus Maßem mit zwei Bildern vertreten, die bei einem Testlauf seiner interaktiven Zeichenperformances
entstanden sind.

Am Mittwoch, 9.5. um 19.30 Uhr, findet die innovative Zeichenaktion
live in der Tufa statt! Am Mittwoch, 23.5. ebenfalls um 19.30 Uhr, wird es einen zweiten Abend geben.


Passend zur RELIQUIEN-Ausstellung behandelt die Performance das Thema Fetisch und Reliquie: Das Motiv einer Zeichnung oder die belanglose Kritzelei eines berühmten Künstlers können zum Fetisch werden: Mitunter pilgern Kunstbegeisterte unter Strapazen zu berühmten Kunstwerken; die „Originale“ werden wie eine Reliquie "angebetet", die Künstler manchmal gleich mit. Gutes Beispiel: die 5 Arbeiten von Beuys in der KATHEDRALE.


Klaus Maßem zeichnet mit einem Laserpointer in der verdunkelten Tufa auf eine große Filmprojektions-Leinwand, benutzt also keine Materialien und
Bildträger im herkömmlichen Sinne. Die Besucher können wie der Künstler nur die Lichtspur sehen; fotografieren die Zuschauer währenddessen das
Geschehen mit Langzeitbelichtung (am besten auf Stativ), dann sind die Zeichnungen mittels einer Digitalkamera direkt zu sehen (mit einer Analogkamera nach der Filmentwicklung). Vom gezeichneten Bild selbst jedoch bleibt nur „die Spur des Lichts“ übrig.


Durch die verschiedenen Standpunkte der Besucher/Fotografen im Raum und durch die unterschiedlichen Einstellungen der Kameras entstehen so
vielfältige Aufnahmen. Der Betrachter, sonst nur Konsument, kann somit zum Autor der Bilder werden. Zudem wird die Folge der Bild-Betrachtung
umgekehrt - sieht doch normalerweise der Künstler seine Werke zuerst. Durch die Interaktion zwischen Künstler und Besucher entsteht eine einzigartige
Symbiose. Sie stellt nicht nur die Existenz einer Originalzeichnung in Frage, sondern auch die eindeutige Rollenzuweisung zwischen erschaffendem
Künstler und bloßem Rezipienten.


Gibt es also hier überhaupt ein Original, ein Unikat, das zum Fetisch oder zur Reliquie werden könnte?


Die Performance wird mit einer Einführung eingeleitet und findet mit Pausen (Standortwechsel, Glas Wein trinken ...) über einen Zeitraum von ca. 2 Stunden statt. Die Bilder können von den Fotografen auf einer Internetplattform
gezeigt und damit zugänglich gemacht werden.


Begrüßung: Rainer Breuer
Einführung: Dr. Stephan Brakensiek
Treffpunkt: TUCHFABRIK Großer Saal
Mittwoch, 09.05.2012, 19.30 Uhr
inkl. kurze Ausstellungsbesichtigung; Eintritt 4,- €
In der Pause gibt es einen Spitzenwein von der Mosel.


Weiterer Termin: 23.05.2012, 19.30 Uhr
Wir bitten um formlose Anmeldung unter Angabe der Personenzahl und des Termins unter mail@treves.de oder 0651 - 30 90 10

 

 

Klaus Maßem Schillingen. Geboren 1955 in Trier. Studium Graphik-Design an der Fachhochschule Trier. 1995 Kunstpreis des Kreises Trier-Saarburg, 1998 Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz für eine Ausstellung in der Galerie der Tianjin Academy of Fine Art (China).

Kontakt: massem@gmx.de

Ausstellungen: Arbeiten auf Papier, 1996 Projekt 40 x 40 cm, 1999-2002 40 x 40 cm, 1999 Köpfe, 1999 15 Jahre Junge Kunst, 2000 40 mal 40 x 40 cm, 2001 Köpfe, 2001 Wahlverwandtschaften, 2001 40 mal 40 x 40 cm, 2002 Jahresendausstellung, 2003 Fotografie Malerei Skulptur, 2005 JETZTKUNST JUNGEKUNST, 2008 Penthesilea oder Das Ende des Denkens, 2008 Art Trier - Kunst Y

Weiterführende Links:
http://www.tufa-trier.de/