11.07.2013 09:00 Was ist das Potenzial der Wette heute?

Berlin: Foreign Affairs starten den dritten Schwerpunkt des diesjährigen Festivals: DIE WETTE

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Die Ausstellung Vier gewinnt: Die Wette konfrontiert in den KW vier künstlerische Positionen miteinander, die sich auf analytische wie auch auf spielerische Weise mit Wetten im Spannungsfeld von Glauben und Ökonomie, vom Einzelnen und der Gesellschaft auseinandersetzen; Bild 1: © Böhler & Orendt

berliner festspiele jochen dehn

Bild 2: © Veovansy Veopraseut

Foreign Affairs berlin forced entertainment

Bild 3: © Hugo Glendinning

Vier gewinnt: Die Wette daniel keller

Bild 4: © Promo

Festival berlin johannes paul

Bild 5: © Humphrey Maleka

Von: GFDK - Berliner Festspiele - 5 Bilder

In den Finanzkrisen der letzten Jahre ist die Wette in Form von Spekulation allgegenwärtig geworden. Der Glaube an die Berechenbarkeit unserer Zukunft dominiert Politik und Gesellschaft. Was ist das Potenzial der Wette heute? Und was ihr Einsatz? Diese Fragen verhandelt Die Wette mit einer Ausstellung und einem Performance-Wochenende, das von den KW gemeinsam mit dem Haus der Berliner Festspiele im Rahmen des Festivals Foreign Affairs realisiert wird.

Am zweiten Juliwochenende zeigt Die Wette: Eine Untersuchung über Zweifel, Kontingenz und Sinn in Ökonomie und Gesellschaft ein konzentriertes Programm mit über 20 Positionen, darunter viele Neuproduktionen, zur Bedeutung der Wette heute. Performances und szenische Installationen, unter anderem von Michael Portnoy, Reactor, Santiago Sierra und Forced Entertainment, loten das Konzept „Wette“ mit seinen historischen Hintergründen und zeitgenössischen Erscheinungsformen aus und wetten gemeinsam mit dem Publikum auf die eigene Sicherheit und das Verhalten anderer.

Ausstellung in Berlin

Theoretische Betrachtungen von Gästen wie Saskia Sassen, Richard Sennett, Elena Esposito und Joseph Vogl über die globalen Zusammenhänge von Spekulation und den Handel mit der Zukunft ergänzen die Performances. Ein Filmprogramm in den KW beleuchtet das Thema aus wirtschaftlichen, aber auch persönlichen Perspektiven.

Die Ausstellung Vier gewinnt: Die Wette konfrontiert in den KW vier künstlerische Positionen miteinander, die sich auf analytische wie auch auf spielerische Weise mit Wetten im Spannungsfeld von Glauben und Ökonomie, vom Einzelnen und der Gesellschaft auseinandersetzen. So stellt Daniel Keller Hypothesen über absurde futuristische Jobbezeichnungen auf, die im Zuge der technologischen Entwicklung entstehen könnten, es aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht tun werden.

Bei einem Kreativwettbewerb von Böhler & Orendt hat das Publikum die Möglichkeit, durch Einzahlung in einen Fonds selbst Teil des Projekts zu werden. Goldin+Sennebys Installation „The Discreet Charm“ untersucht Spekulationen am Finanzmarkt und Claire Fontaine aktiviert mit einer Performance am Eröffnungsabend ihre Installation „Get Lost“, in der sie Intimität und deren abrupte Zurückweisung im Kontext kapitalistischer Strukturen verortet.

Bildende Kunst

Mit der neuen Ausstellungsserie Vier gewinnt bringen die KW künftig in unregelmäßigen Abständen vier KünstlerInnen und deren Werke zu einem Thema in einen Dialog.

Das Performancewochenende spielt sich in beiden Häusern ab.

Ausstellung in den KW mit:

Matthias Böhler & Christian Orendt, Claire Fontaine, Goldin+Senneby

Performancewochenende in den KW und im Haus der Berliner Festspiele mit:

Pieter De Buysser, Armin Chodzinsky & Nis Kötting, Jochen Dehn, Elena Esposito, Forced Entertainment, William Forsythe, Nikolaus Gansterer, geheimagentur & Joshua Sofaer, Hadley+Maxwell, Chris Kondek, Johannes Kreidler, Barbara Matijevic, Michael Portnoy, Johannes Paul Raether feat. Ute Waldhausen, Reactor, Saskia Sassen, Richard Sennett, Santiago Sierra, Janek Simon, Cally Spooner, Daniel Tyradellis & Joseph Vogl u.a.

Freunde der Kunst

„Die Wette: Eine Untersuchung über Zweifel, Kontingenz und Sinn in Ökonomie und Gesellschaft“ ist ein gemeinsames Projekt von Berliner Festspiele / Foreign Affairs und den KW Institute for Contemporary Art, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Mit freundlicher Unterstützung desBritish Council.

presse@berlinerfestspiele.de