23.09.2010 08:00 Beschränkungen des Natürlichen

… beim ironischen Blick auf die Welt: Ralf Edelmann - Malerei, Holzobjekte in Bielefeld

Von: Galerie BAAL auf Dürkopp Tor 6

Ideen festhalten beim ironischen Blick auf die Welt. Ralf Edelmann (*1968), Augsburg/Wien hat bei Georg Herold („Neue Wilde“) in Frankfurt a.M., Johannes Brus in Braunschweig und Bill FitzGibbons in San Antonio, Texas, studiert. Seit 1997 ist er freischaffend tätig. Unter anderem als Marinemaler auf der Fregatte „Köln“. Weitere Stipendien: Erasmus für Helsinki, DAAD für USA und Bayerisches Kultusministerium.

Die ikonographische Fährte, die Ralf Edelmann legt, beinhaltet eine Vielzahl an Verweisen. Zum Beispiel die Bildsymbole bei seiner Arbeit „Zaunkönig“ (siehe Abb.). Das gewitzte Vögelchen, das nach den Fabeln Äsops sogar den Adler überlistet und überwunden hat, sieht darin den wahren König und Regenten der irdischen Tage, obwohl der Düsenjäger „Fiskus“ in den höchsten Höhen des Himmels seine Kondensspur zieht. Beschränkungen des Natürlichen, die Grenzen der Entfaltung werden auch in dem guckkastenartigen („Jägerzaun“?) Arrangement der Darstellung angesprochen.

Allerdings, bei Edelmann kann man seiner selbst nicht sicher sein. Irgendwann startet der Künstler die Kettensäge … Humor, das Komische, die ironische Haltung sind seine Mittel. Obamas „Yes, We Can“ wird bei Edelmann zu „Yes, Weekend“ (z.T. nach D. Richter, Aschaffenburg, 2007).

Ralf Edelmann ist 1968 in Aschaffenburg geboren. Er lebt und arbeitet heute in Wien. Freie Kunst studierte er von 1989–91 bei Johannes Brus, H.P. Zimmer und Thomas Virnich an der HBK Braunschweig, 1992 am San Antonio Art Institute/ Texas, bei Bill FitzGibbons, 1993 an der Städelschule Frankfurt a.M., bei Georg Herold und 1995 an der Bildkunstakademia, Helsinki/Finnland. 1996 schloss er an der Städelschule und 1997 an der HBK Braunschweig mit Diplom sein Studium ab. Stipendien, Preise und Förderungen erhielt er 1992 mit einem DAADStipendium, 1995 Erasmus-Stipendium, 1997 mit dem Kunstförderpreis der Weldebräu, Mannheim, 2002 – 2005 Förderstipendien des Bayerischen Kultusministeriums, 2008 den Kunstförderpreis des Neuen Kunstverein Aschaffenburg.

Die Werkschau in der Galerie BAAL wird neben Malerei und Holzskulpturen eine speziell für diese Ausstellung entstandene Serie (Mischtechnik auf Bütten) unter dem Titel „HARTZREISE” zeigen. In die Ausstellung führt Dr. Hildegard Wiewelhove vom Museum Huelsmann ein.

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