01.10.2018 12:49 Balthus Ausstellung

Balthus, der Maler der kleinen Mädchen in Basel

Balthus, Thérèse, 1938, The Metropolitan Museum of Art, New York und nun zu sehen in Basel

Balthus, Thérèse, 1938, The Metropolitan Museum of Art, New York und nun zu sehen in Basel.

Von: GFDK - Ausstellungen

Bis heute wird Balthus oft mit seinen Darstellungen junger Mädchen und Frauen assoziiert, die auch jüngst eine Debatte über künstlerische und darstellerische Grenzen ausgelöst hat.

Gerade die Vielschichtigkeit von Balthus’ Werk leistet einen wichtigen Beitrag zu dieser essentiellen reflexiven Dimension der Kunst als freier Ausdrucksform. Auch diese Ausstellung soll zur Diskussion und Reflexion über die Möglichkeiten und Funktionen von Kunst anregen.

Was darf Kunst? "Jeder sieht, was er sehen will",
sagt der Direktor der Fondation Beyeler der NZZ"

Balthus, mit vollem Namen Balthasar Klossowski de Rola (1908–2001), zählt zu den letzten grossen Meistern der Kunst des 20. Jahrhunderts und zu den meist diskutierten Künstlern der Moderne.

Die Fondation Beyeler widmet ihm eine retrospektiv angelegte Ausstellung, die rund 40 bedeutende Gemälde aus sämtlichen Schaffensphasen vereint und Balthus‘ vieldeutige Bildwelt reflektiert.

In seinen ebenso ruhevollen wie spannungsreichen Werken treffen Gegensätze zusammen, die Wirklichkeit und Traum, Erotik und Unbefangenheit, Sachlichkeit und Rätselhaftigkeit sowie Vertrautes und Unheimliches auf einzigartige Weise verbinden.

"Grosse Balthus-Ausstellung:
Wollen wir das sehen?"fragte die BZ Basel

Den Ausgangspunkt für die Ausstellung in der Fondation Beyeler markiert Balthusʼ monumentales Meisterwerk Passage du Commerce-Saint-André von 1952–1954, das sich seit längerer Zeit als Dauerleihgabe im Museum befindet.

In diesem rätselhaften Gemälde verdichtet sich in besonderem Masse Balthusʼ intensive Beschäftigung mit räumlichen wie zeitlichen Dimensionen im Bild und deren Verhältnis zu Figur und Objekt. Ausgehend von diesem Aspekt, wird die Ausstellung rund 40 zentrale Gemälde des Künstlers aus sämtlichen Schaffensphasen vereinigen.

In dieser Perspektive sollen auch Balthusʼ teilweise provokanten Strategien der Bildinszenierung und damit nicht zuletzt die Ironie und Abgründigkeit seiner Kunst beleuchtet werden.

So treffen in seinen ebenso ruhevollen wie spannungsreichen Werken Gegensätze aufeinander, indem sich Wirklichkeit und Traum, Erotik und Unbefangenheit, Sachlichkeit und Rätselhaftigkeit sowie Vertrautes und Unheimliches auf einzigartige Weise verbinden.