24.01.2013 08:30 gehört zu den berühmtesten Künstlern des 20. Jahrhunderts

Ausstellung in Zürich: CHAGALL. MEISTER DER MODERNE - mit rund 90 Gemälden und Arbeiten auf Papier bis zum 12.5.2013

Ausstellung  in Zürich: CHAGALL. MEISTER DER MODERNE - mit rund 90 Gemälden und Arbeiten auf Papier bis zum 12.5.2013

© 2012 ProLitteris, Zürich

Von: GFDK - Kunsthaus Zürich - 5 Bilder

Marc Chagall (1887–1985) zählt zu den grossen figurativen Malern des 20. Jahrhunderts. Seinem Werk hat das Kunsthaus Zürich deshalb seit den 1960er Jahren zahlreiche Ausstellungen gewidmet. Nun würdigen wir das Schaffen dieses herausragenden Malers aufs Neue mit der grandiosen Ausstellung «Chagall – Meister der Moderne».

Im Unterschied zu früheren Ausstellungen im Kunsthaus konzentriert sich «Chagall. Meister der Moderne» hauptsächlich auf die frühen Pariser Jahre des Künstlers (1911–1914) und die anschliessende Zeit in seiner russischen Heimat (1914–1922). In diesen entscheidenden Jahren etablierte sich Chagall als Pionier der modernen Kunst und prägte seine unverwechselbare Bildsprache, die für den Rest seines Lebens den Grundstock seines Schaffens bilden sollte. Während sich die Motive oft aus dem jüdischen Ritus und Brauchtum speisen, spiegeln Chagalls Bilder dieser Jahre aber deutlich die Stimuli aktueller Avantgarde-Strömungen.

Chagall hat das «goldene Zeitalter» der Moderne in Paris vor dem Ersten Weltkrieg miterlebt und fauvistische, kubistische und orphistische Elemente zu traumartigen Visionen kombiniert, die ihrerseits die Kunst der Expressionisten und Surrealisten beeinflussen sollten. Während seines Russlandaufenthalts von 1914 bis 1922 war Chagall mit den dort herrschenden Kunstrichtungen des Suprematismus und des Konstruktivismus konfrontiert. Durch alle künstlerischen Phasen hindurch bewahrte er sich jedoch seine Identität als jüdischer Künstler. Die Herkunft aus einem verarmten Schtetl hat seine Weltsicht dauerhaft geprägt, die wehmütigen Erinnerungen an die chassidische Kindheit und Jugend bleiben in seinen Bildern präsent.

Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Kunsthaus Zürich und der Tate Liverpool. Die Kuratoren Simonetta Fraquelli und Tobia Bezzola können mit zahlreichen Leihgaben aus berühmten europäischen und amerikanischen Sammlungen rechnen: aus dem Centre Pompidou – MNAM (Paris), dem Solomon R. Guggenheim Museum und dem MoMA (New York), der Staatlichen Tretjakow-Galerie (Moskau), dem Staatlichen Russischen Museum (Sankt Petersburg) und der Tate (London).

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