10.06.2013 09:15 sexualisierte Weiblichkeit

Ausstellung in Zürich: 10 Seconds von der Wuppertaler Künstlerin Isabelle Wenzel

Ausstellung in Zürich: Isabelle Wenzel Bum 1 from the series Building images

Sie konfrontiert den Betrachter mit teils surrealen teils dynamischen Körperstudien, Isabelle Wenzel, Bum 1 from the series "Building images", 2010, Matt archive paper print, courtesy Hauser Gallery Zürich

erste Einzelausstellung in Zürich mit Isabelle Wenzel

Isabelle Wenzel Model 1, 2011, courtesy Hauser Gallery Zürich

Von: GFDK - HAUSERGALLERY - 2 Bilder

HAUSERGALLERY freut sich, die erste Ausstellung "10 Seconds" von Isabelle Wenzel in der Schweiz zu präsentieren und möchte Sie zur Vernissage am Donnerstag, 20. Juni 2013 von 18 - 21 Uhr einladen.

„An einem Bild sind immer zwei Leute beteiligt: der Fotograf und der Betrachter. Ein Foto wird meistens nur angeschaut - selten schaut man in es hinein.“ - Ansel Adams

Isabelle Wenzel fügt dieser Konstellation noch eine dritte Ebene hinzu. Sie fragt sich selbst: „Wer bin ich, was ist das Objekt und welches Verhältnis gehen wir zueinander ein?“

Freunde der Kunst

Sie konfrontiert den Betrachter mit teils surrealen teils dynamischen Körperstudien. Diese zeigen Ausschnitte einer Performance, die eigens für die Kamera erschaffen wurden. Ihr Hauptanliegen beruht auf den performativen und skulpturalen Aspekten ihrer Fotografien. So entstehen Bilder, die eine explizit kreierte und inszenierte Welt aufzeigen, in welchen Wenzel als Fotografin, Modell bzw. Skulptur und schlussendlich auch als Betrachterin fungiert. Alle drei Ebenen verschmelzen bei ihr zu einem neuen Medium.

Sie kokettiert durch die sexualisierte Weiblichkeit ihrer Objekte

Als Schaulustiger taucht man in eine Welt voller Emotionen und Fragen ein. Sie kokettiert durch die sexualisierte Weiblichkeit ihrer Objekte mit den Zuschauern und verführt so zu einem extravaganten Tête-à-Tête. Dabei erschaffen die verrenkten Körper eine skulpturale Welt, in welcher die Frage nach der Persönlichkeit völlig vernachlässigt wird. Einige Bilder haben eine zynische Situationskomik, in denen man sich selber wieder finden kann. Spontanität, Bewegung und Farbe werden miteinander verwoben, ergänzen sich oder ergeben neue Spannungsmomente. Ihre Welten enthalten neue Perspektiven und Ansichten, die einem die natürliche und physikalische Weltordnung vergessen lässt. Innerhalb von 10 Sekunden erschafft sie einen flüchtigen Augenblick der Erinnerung an etwas Vorausgegangenes und lässt dem Bild somit die Freiheit eine eigene imaginierte Wirklichkeit darzustellen. So erzeugt sie für den Betrachter einen grösstmöglichen Assoziationsfreiraum.

Text: Graziella Kuhn

Isabelle Wenzel (*1982, Wuppertal) lebt und arbeitet in Amsterdam. Von 2008 - 2010 studierte sie an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam Fotografie. Seither hat sie einige Auszeichnungen wie etwa den European Photo Exhibition Award der Körber-Stiftung aus Hamburg gewonnen. Sie erhielt auch bereits diverse Stipendien unter anderem 2013 von der Mondriaan Fonds Stiftung. Ihre Fotografien wurden bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Holland, Deutschland, Taiwan, Norwegen, Italien, Frankreich und Slownien gezeigt.

 

Ausstellung in Zürich:

Vernissage: Donnerstag, 20. Juni 2013, 18-21 Uhr - Die Künstlerin wird bei der Vernissage anwesend sein.
Ausstellung: 21. Juni - 27. Juli 2013
Öffnungszeiten: Mi - Fr 14-18 Uhr, Sa 13-16 Uhr

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Galerie Tel. +41 79 405 67 04 oder info@hausergallery.ch.