18.06.2013 08:42 Bezug zur menschlichen Figur

Ausstellung in Wuppertal: Skulpturenpark Waldfrieden zeigt die erste Einzelausstellung des Bildhauer William Tucker

monumentale Bronze Skulptur Vishnu von William Trucker

Die Ausstellung zeigt unter anderem die monumentalen Bronzen Vishnu und Eve sowie Victory und Hommage to Rodin (Bibi), eine Skulptur die exemplarisch

Bildhauer William Trucker

zeigt, wie sich William Tucker als innovativer Bildhauer auch auf einen

Von: GFDK - Ruth Eising - 2 Bilder

Der Skulpturenpark Waldfrieden freut sich die erste Einzelausstellung des britisch/amerikanischen Bildhauer William Tucker (*1935 in Cairo) in einem deutschen Museum anzukündigen.


Tucker zählte in den 1970er Jahren zu dem einflussreichen Kreis englischer Bildhauer wie Philip King oder Tim Scott, die als ‘New Generation’ in der gleichnamigen Ausstellung in der Whitechapel Art Gallery London 1965 vorgestellt wurden und entscheidende Impulse für die Entwicklung der abstrakten Skulptur und die Erweiterung des Skulpturenbegriffes setzten.
William Tucker war 1966 eingeladen zu der wegweisenden Ausstellung ‘Primary Structures’ im Jewish Museum in New York, dem entscheidenden Moment für die Amerikanische Minimal Art. In dieser Zeit wurde er auch als Theoretiker, Kritiker und Ausstellungsmacher bekannt. Tucker veröffentlichte 1972 ‘The Language of Sculpture’ und publizierte Reviews und Essays in Studio International, das englische Gegenstück zu ARTFORUM. In der Hayward Gallery London organisierte er 1975 ‘The Condition of Sculpture’.

Freunde der Kunst und Bildhauerei
Das aktuelle Werk von William Tucker das in Wuppertal präsentiert wird, hat einen Bezug zur menschlichen Figur. Vor dem Hintergrund der frühen Arbeiten ist dies überraschend. Doch die Abgrenzung zwischen Figuration und Abstraktion behandelt Tucker offen und sieht darin keinen Widerspruch.
“Any sculpture is a figure in a sense, if it reads as a total, a unity.” (William Tucker, First Magazine, 1961)
Trotz ihres figurativen Bezuges sind die Skulpturen in ihrer Form nicht sofort zu entschlüsseln und benennen. Sie verweisen nicht auf eine einfache, klar ablesbare menschliche Form oder Geste – nichts steht auf einem Bein, kniet oder sitzt. Die Skulpturen eröffnen vielmehr ein weites Feld möglicher
Assoziationen und erlangen so ihre eindringliche und einzigartige Physis, der man sich nicht entziehen kann. William Tuckers Skulpturen haben eine Präsenz, die unseren Körper in Bezug zu ihnen
stellt und so bewusst macht.

Ausstellung in Wuppertal:
Die Beschäftigung mit der Natur, Struktur und Masse des menschlichen Körpers, hat Tucker zu einer Reihe von Skulpturen geführt, die interessanter Weise eher durch ihre abstrakte als durch ihre offensichtliche Form bestimmt sind. Die Ausstellung zeigt unter anderem die monumentalen Bronzen Vishnu und Eve sowie Victory und Hommage to Rodin (Bibi), eine Skulptur die exemplarisch zeigt, wie sich William Tucker als innovativer Bildhauer auch auf einen historischen Kontextes bezieht.
“Tucker’s sculpture asks fundamental questions as to what sculpture is and what it canbe.” (Joy Sleeman, The Sculpture of William Tucker, Lund Humphries, The Henry Moore Foundation, 2007) Skulpturen aus der aktuellen Schaffensphase von William Tucker befinden sich unter anderem in der Sammlung der Tate Gallery London, im Guggenheim Museum und im MoMA New York, im Nasher Sculpture Center Dallas sowie in der Art Gallery of New South Wales in Sydney.


Skulpturenpark Waldfrieden (Cragg Foundation)
Hirschstraße 12
42285 Wuppertal
 mail@skulpturenpark-waldfrieden.de
www.skulpturenpark-waldfrieden.de
Öffnungszeiten:
März - November : Di – So von 10 bis 18 Uhr
Dezember - Februar: Fr – So von 10 bis 17 Uhr
An allen Feiertagen geöffnet


Ruth Eising
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