25.03.2014 07:00 Von der Heydt-Museum

Ausstellung in Wuppertal: Karl Kunz - entwickelte seine eigenwillige surrealistische Bildsprache

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Als sich dann aber die abstrakte Malerei im Kunstbetrieb durchsetzte, zog er sich, enttäuscht von mangelnder Anerkennung, in die Isolation zurück; Bild 1/3: © Familie Kunz

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Bild 2: © Von der Heydt - Museum

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Von: GFDK - Von der Heydt-Museum

Mit der Ausstellung von Karl Kunz (1905 Augsburg – 1971 Frankfurt a. M.) lädt das Von der Heydt-Museum zur Wiederentdeckung eines herausragenden Einzelgängers der Moderne des 20. Jahrhunderts ein, dessen Name zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.

Ausstellung in Wuppertal

Bereits 1933 von den Nationalsozialisten als "entartet" verfemt, entwickelte Karl Kunz in der inneren Emigration seine eigenwillige surrealistische Bildsprache. In eindringlichen Bildmetaphern setzte er sich mit der Bedrohung des Nationalsozialismus und der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs auseinander, wobei er sich zunächst an Max Ernst und Picasso orientierte. Gleich nach dem Krieg beteiligte er sich mit großem Engagement an den wichtigen Übersichtsschauen der modernen Kunst, wie zum Beispiel an der ersten Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung 1946 in Dresden und der Biennale 1954 in Venedig.

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Als sich dann aber die abstrakte Malerei im Kunstbetrieb durchsetzte, zog er sich, enttäuscht von mangelnder Anerkennung, in die Isolation zurück. Abseits vom offiziellen Kunstgeschehen steigerte sich Karl Kunz nun in eine expressiv-manieristische und von surrealer Symbolik beherrschte Bildwelt hinein, die um die Themen Eros, Sünde und Tod kreist. Den Mittelpunkt stellt häufig der weibliche Akt dar.

Unter besonderer Berücksichtigung des nur in wenigen Beispielen erhaltenen Frühwerks folgt die Ausstellung mit rund 50 Gemälden und Zeichnungen den künstlerischen Entwicklungen von Karl Kunz von 1934 bis 1970.

1.4. - 8.6.2014

info.museum@stadt.wuppertal.de

 

Weiterführende Links:
http://www.kunz-ausstellung.de/