19.05.2014 09:00 Gewinnerin des Henkel Art.Award. 2013

Ausstellung in Wien: Flaka Haliti I See a Face. Do You See a Face. in mumok

Flaka Haliti wien mumok

Die Sensibilität für die Eigenheiten ihres Umfeldes leitet sich nicht zuletzt aus ihrer Existenz als kulturelle Grenzgängerin ab; Bild 1: (c) Flaka Haliti

Flaka Haliti  ausstellung wien

Bild 2: (c) Contribution on design Marcus Hein, Courtesy the artist and mumok

Flaka Haliti wekschau mumok

Bild 3: (c) mumok

Von: GFDK - mumok

Der Henkel Art.Award. wird 2013 bereits zum zwölften Mal vergeben.

Der mit insgesamt 35.000 Euro dotierte Preis – bestehend aus 7.000 Euro Preisgeld und einer Ausstellung im Heimatland sowie einer Personale im mumok – richtet sich an bildende KünstlerInnen aus 23 Ländern in der CEE-Region. 2014 findet die Ausstellung des Henkel Art.Award. zum sechsten Mal im mumok statt – in Form einer Einzelausstellung der Gewinnerin über die Sommermonate.

Ausstellung in Wien

2013 erhielt die Kosovarin Flaka Haliti (geb. 1982 in Prishtina) den Henkel Art.Award. Haliti macht jene gesellschaftlichen und kunstbetrieblichen Strukturen, innerhalb derer sie ihre Arbeiten produziert und präsentiert, zum Thema. Die Sensibilität für die Eigenheiten ihres Umfeldes leitet sich nicht zuletzt aus ihrer Existenz als kulturelle Grenzgängerin ab. Aufgewachsen und ausgebildet im Kosovo, hat die Künstlerin sehr bald durch Auslandsaufenthalte die aktuellen künstlerischen Diskurse eigenständig verarbeitet und Fragen kultureller und künstlerischer Identität zur Grundlage ihres Werks gemacht.

Freunde der Kunst

Ausschlaggebend dafür sind auch die Erfahrungen Flaka Halitis mit weiblichen Rollenbildern im Kosovo. In einer ihrer Arbeiten, die sich auf die Opfer und Vermissten des Balkankrieges bezieht, fragt sie, inwiefern es überhaupt legitim ist, deren Schicksal künstlerisch zu verwerten. Ihre Erfahrungen setzt sie auch in einer Interviewserie mit ImmigrantInnen in Frankfurt am Main ein, die aus aller Welt in die deutsche Finanzmetropole kommen und dort dennoch gezwungen sind, in den eigenen Communities zu verharren.

presse@mumok.at