14.06.2013 07:00 einer der streitbarsten Maler der Gegenwart

Ausstellung in Wien: Die Ausstellung zeigt erstmals in Österreich einen Überblick über Oehlens Werk von den frühen 1980er-Jahren bis in die Gegenwart

einer der streitbarsten Maler der Gegenwart

Ganz gezielt konfrontiert er dabei die Malerei: mit ihrer eigenen Geschichte, mit ihren Klischees und mit der Übermacht der Bildsprache der Werbe- und Popindustrie© Albert Oehlen

Aktualisierung der Malereisucht der totgesagten Malerei eine Komplexität zurückzugebeneinen Überblick über Oehlens Werküber 80 Gemälden, Collagen, Computerdrucken, Zeichnungen
Von: GFDK - MUMOK - 5 Bilder

Albert Oehlen ist nicht nur einer der einflussreichsten, sondern auch einer der streitbarsten Maler der Gegenwart. Sein Projekt einer Aktualisierung der Malerei besteht nicht zuletzt darin, das althergebrachte Medium sowohl gegen seine KritikerInnen wie auch gegen seine VerteidigerInnen in Stellung zu bringen.

Ausstellung in Wien

Ganz gezielt konfrontiert er dabei die Malerei: mit ihrer eigenen Geschichte, mit ihren Klischees und mit der Übermacht der Bildsprache der Werbe- und Popindustrie. Oehlen sucht der totgesagten Malerei eine Komplexität zurückzugeben, die die Angriffe und Polemiken gegen ihre Tradition nicht beiseiteschiebt, sondern das Bild zu ihrem lebendigen Austragungsort werden lässt.

Bildende Kunst

Die Ausstellung zeigt nicht nur erstmals in Österreich einen Überblick über Oehlens Werk von den frühen 1980er-Jahren bis in die Gegenwart mit Schlüsselwerken aus verschiedenen Schaffensphasen. Mit über 80 Gemälden, Collagen, Computerdrucken, Zeichnungen und einer Installation bietet das mumok vielmehr die bisher umfangreichste Darstellung von Albert Oehlens breitgefächertem Œuvre.

Freunde der Kunst

Die Präsentation ermöglicht die konfrontative Gegenüberstellung unterschiedlicher Werkgruppen, die sich in einem ständigen „Widerstreit der Ideen“ (Albert Oehlen) befinden. Zudem wird erstmals ein neuer Bildzyklus gezeigt, in dem Oehlen Collagetechnik und aktionistische Fingermalerei programmatisch aufeinander bezieht.

Barbara Hammerschmied
Karin Bellmann

press@mumok.at