14.12.2012 07:02 rund 30 Arbeiten

Ausstellung in Wien: Dan Flavin - Lights - ein unverwechselbares Œuvre bis zum 3.2.2013

Ausstellung in Wien: Dan Flavin - Lights - ein unverwechselbares Œuvre  bis zum  3.2.2013

Bild 1: © 2012 Stephen Flavin/VBK, Wien; Foto: Billy Jim, New York; courtesy of David Zwirner, New York

Bild 2: © Stephen Flavin/VBK, Wien; courtesy of David Zwirner, New York

Bild 3: © VBK Wien, 2012

Von: GFDK - Mumok - 3 Bilder

Der US-amerikanische Künstler Dan Flavin (1933–1996) hat seit den frühen 1960er-Jahren mit handelsüblichen Leuchtstoffröhren in genormten Dimensionen und Farben ein unverwechselbares Œuvre geschaffen. Präzision und Kalkül verbinden sich darin mit sinnlicher Ausstrahlung. Die Wahl der Röhren als Arbeitsmittel signalisiert die Annäherung der Kunst an die Alltags- und Konsumwelt.

Ihre Präsentationsweisen folgen den Prinzipien minimalistischer Nüchternheit. Schon die frühe Serie der icons verdeutlicht die Entwicklung vom bild- zum lichtbezogenen Werk und die damit einhergehende Überwindung traditioneller Kunstgattungen und Werkformen. Durch das Anbringen von Leuchtstoffröhren an neuralgischen Stellen des Raumes tilgt Flavin die letzten Reste gängiger Bildvorstellungen: Mit the diagonal of May 25, 1963 (to Constantin Brancusi), 1963, wird erstmals und kompromisslos eine einzelne Röhre zum Mittel luminarer Selbstinszenierung.

Ohne jegliches Beiwerk entfaltet sie eine Leuchtkraft, die die üblichen Grenzziehungen zwischen Werk, Raum und BetrachterIn ebenso außer Kraft setzt wie die Trennlinie zwischen rationaler Form und poetischer Erscheinung. Einen Höhepunkt raumbezogener Lichtkunst in der Ausstellung bilden die sogenannten European Couples, deren Röhrenquadrate die Raumecken überblenden und die BetrachterInnen in imaginäre, ineinander verschwimmende Farbräume tauchen lassen. Gemeinsam mit den Lichtarbeiten werden Zeichnungen gezeigt, die zum einen den Prozess der Werkplanung verdeutlichen und zum anderen Flavins bildnerische Sensitivität bezeugen.

Die in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum St. Gallen und mit Unterstützung des Dan Flavin Estate entstandene Ausstellung zeigt erstmals in Österreich Flavins Lichtarbeiten in einem repräsentativen Überblick. Mit rund 30 Arbeiten spannt sie den Bogen von ausgewählten icons über die zentralen frühen Einzelarbeiten aus fluoreszierenden Röhren bis zu den seriellen und raumgreifenden Werken.

Von der ersten, diagonal auf die Wand gesetzten „goldenen“ Röhre über die monuments for V. Tatlin bis zu rauminstallativen Werken wie an artificial barrier of blue, red and blue fluorescent light (to Flavin Starbuck Judd), 1968, das den BetrachterInnen den Weg versperrt, werden die künstlerische Vielfalt und die Entwicklungsmöglichkeiten sichtbar, die Flavin der kommerziell verfügbaren Leuchtstoffröhre mit beeindruckender Konsequenz abzugewinnen verstand.

Kontakt

mumok

museum moderner kunst stiftung ludwig wien

Museumsplatz 1

1070 Wien

T: +43-1-52500-1400/-1450

F: +43-1-52500-1300

E: press@mumok.at