23.11.2014 09:00 Essl Museum

Ausstellung in Wien: Adolf Frohner - fünf Jahrzehnte Malerei, Grafik, Objekt

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Ausgehend von Experimenten mit der klassischen Moderne, stand zwischen 1961 und 1963 die Suche nach einem neuen Werkbegriff im Zentrum von Frohners Schaffen; Fotonachweis: Mischa Nawrata, Wien, © Sammlung Essl Privatstiftung, Klosterneuburg / Wien

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Von: GFDK - Essl Museum

In seinem Jubiläumsjahr widmet das Essl Museum Adolf Frohner die erste Retrospektive seit mehr als zehn Jahren.

Ausstellung in Wien

Frohners Anfänge stehen im Kontext des Wiener Aktionismus, der für sein weiteres Werk impulsgebend wirkte. Ausgehend von Experimenten mit der klassischen Moderne, stand zwischen 1961 und 1963 die Suche nach einem neuen Werkbegriff im Zentrum von Frohners Schaffen. Die Arbeit mit poverem, gefundenem Material wie Schrott, Metall, Gerümpel und Matratzen und der grenzüberschreitende Gestus blieb maßgeblich.

Ein kritisches Mensch- und Weltbild

Zwar wandte  Frohner sich in den frühen sechziger Jahren wieder verstärkt der Malerei, Zeichnung und Plastik zu, die Kombination und Ausweitung der Medien erweist sich aus heutiger Sicht jedoch als charakteristisch für sein  künstlerisches Wollen und bestimmte ebenso wie die Frage, was das Mensch-Sein ausmache, seinen weiteren Weg.

Dank dieser Innovation und seines kritischen Menschen- und Weltbildes avancierte Frohner zu einem der wichtigsten österreichischen Künstler nach 1945. Die Personale bietet mit grundlegenden Werken aller Schaffensperioden einen tiefen Einblick und folgt Frohners fünf Jahrzehnte umspannendem Oeuvre mit einem Dialog zwischen seriellen Grafiken, erzählerischen Monumentalbildern und experimentellen Objektarbeiten.

Große Bandbreite

Anknüpfend an seine Anfänge spannt die Schau den Bogen von aktionistischen Objekten über abstrahierte Grafiken der sechziger Jahre bis hin zu zwischen Malerei, Grafik und Collage changierenden Frauenbildern der siebziger Jahre wie "Gib mir den Schuh Eva (Adam und Eva)". Zentrale Gemälde aus den achtziger und neunziger Jahren wie das Triptychon "Das Leben, der Tod, ich - oder Sokrates" sowie Schlüsselwerke des plastischen Oeuvres wie das "Denkmal für Alberto Giacometti" runden den Gang durch sein Lebenswerk ab.

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