01.11.2012 08:02 Fact finding mission: Plakat!

Ausstellung in Wien: 100 Beste Plakate 11 bis zum 17.02.2013

© 100 Beste Plakate e. V./3007 - 5 Bilder

Von: GFDK - MAK

Wie jedes Jahr präsentiert das MAK die Sieger des Wettbewerbs 100 Beste Plakate. Deutschland Österreich Schweiz. Um einem der wohl brisantesten Phänomene der visuellen Alltagskultur kontinuierlich nachzuspüren, zeigt das MAK bereits zum sechsten Mal in Folge die Arbeiten der WettbewerbspreisträgerInnen.

Der Trend zur schlichten und einfachen Form – einem der Hauptthemen des diesjährigen MAK-Ausstellungsprogramms – fügt sich nahtlos in das Gefüge der ausgestellten Plakate ein: Weniger ist mehr! Wirkungsvoll und dicht wird im MAK-Kunstblättersaal ideenbasierendes Design präsentiert, wobei die Ergebnisse des Wettbewerbs aus den oft redundanten, die Stadt überschwemmenden Elaboraten des Immer-Gleichen angenehm hervorstechen.

Für Österreich ist heuer abermals das Atelier 3007 erfolgreich. Eva Dranaz und Jochen Fill bestechen durch ihre Ankündigungsplakate für das Veranstaltungslokal rhiz – bar modern. Die grafische Umsetzung der schwerpunktmäßigen, experimentellen Livemusik erforscht Grenzbereiche und spiegelt sich in stark emotionalisierenden Sujets wider.

In der Tradition eines Rebus aufgebaut erscheint das Plakat, das anlässlich des Alumni Talks in der Grafik Design Klasse der Universität für angewandte Kunst entstanden ist. Das Plakat illustriert die verschiedenen Arbeitsstätten des Gestalters Georg Schnitzer („LondonWien“, „VVORK“ und „Vandasye“) und stellt diese surreal zueinander. Abstraktion und Aneinanderreihung von skizzenhaft gezeichneten Bezugspfeilen, die die Leserichtungvorgeben, verbinden das Thema des Vortrags Strategie.

Am diesjährigen Wettbewerb beteiligten sich 548 (darunter 173 studierende) Grafik-DesignerInnen, davon 136 Agenturen bzw. Grafik- und Design-Büros, 396 Einzelgestalter und 16 Auftraggeber. Von den Einreichenden kommen 387 aus Deutschland, 35 aus Österreich und 126 aus der Schweiz. Wie stets gelten die Gewinner als gleichberechtigte Sieger. Nach Ländern gliedern sich die prämierten 100 Plakate und Plakatserien in 53 mal Deutschland, 45 mal Schweiz und 2 mal Österreich.

Das grafische Erscheinungsbild und das Ausstellungsdesign für den Wettbewerb entstanden im Rahmen eines interdisziplinären Studienprojekts an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart unter der Leitung von Niklaus Troxler, Uwe Fischer und Manuel Meßmer und der Teilnahme der Studierenden Marina Gärtner und Lena Haase (Bereich Kommunikationsdesign) sowie Isabel Thoma, Marita Schwenkedel und Laura Hillebrandt (Studienrichtung Industrial Design).

Kurator Peter Klinger, stellvertretende Leitung MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung

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