22.12.2014 09:00 Stadtschloss Weimar

Ausstellung in Weimar: Cranach zeigt Luther. Bildstrategien der Reformation

ausstellung weimar

Cranachs Porträts von Martin Luther bestimmen unsere Vorstellung vom Aussehen des Reformators bis heute; © Klassik Stiftung Weimar

luther weimar ausstellung
Von: GFDK - Klassik Stiftung Weimar

Cranachs Porträts von Martin Luther bestimmen unsere Vorstellung vom Aussehen des Reformators bis heute.

Ausstellung in Weimar

Den Anstoß zum ersten Lutherporträt gab vermutlich Albrecht Dürer. Im Jahr 1520 wandte sich Dürer in einem Schreiben an den Humanisten Georg Spalatin, den Geheimsekretär Friedrichs des Weisen, dankte ihm für die Zusendung reformatorischer Schriften, darunter auch solcher von Luther, und äußerte den Wunsch, den Reformator einmal porträtieren zu können.

Dieser Wunsch Dürers, der unerfüllt blieb, könnte Spalatin auf den Bedarf an Luther-Porträts hingewiesen haben, eine Aufgabe, die dem Hofmaler Cranach übertragen wurde. Die Kabinettausstellung »Cranach zeigt Luther. Bildstrategien der Reformation« konzentriert sich auf das Bildnis Martin Luthers als Junker Jörg von Lucas Cranach d. Ä., gemalt um 1521/22. Es thematisiert Luthers zehnmonatigen Aufenthalt auf der Wartburg unter fremdem Namen und hat damit – wie alle anderen Luther-Porträts, die aus der Cranach-Werkstatt hervorgegangen sind – eine klare Botschaft, die näher beleuchtet werden soll.

Freunde der Kunst

Die Kabinettausstellung wird eröffnet anlässlich der Tagung »Reformation und Politik. Luthers Obrigkeitslehre und ihre Wirkungen von Weimar aus in die Moderne« (Veranstalter: Friedrich-Schiller-Universität Jena/ Evangelische Akademie Thüringen/ Klassik Stiftung Weimar, 24. - 26. Oktober 2014, Goethe-Nationalmuseum in Weimar). Sie verweist darüber hinaus auch bereits auf die große Ausstellung »Cranach in Weimar« (3. April – 14. Juni 2015, Schiller-Museum in Weimar).

info@remove-this.klassik-stiftung.de