12.12.2012 07:02 Eröffnung: Freitag, 18.01.2013, 20.30 Uhr

Ausstellung in Trier: Hans Maas - Doppelung Malerei - vom 19. Januar bis 23. Februar 2013

Ausstellung in Trier: Hans Maas - Doppelung Malerei - vom 19. Januar bis 23. Februar 2013

Hans Maas, aus dem Zyklus Entdeckung der Stille, 2011, Öl auf Nessel, 50 x 50 cm

Von: GFDK - Galerie Junge Kunst Trier

Vor einigen Jahren hat Hans Maas eine seiner Ausstellungen "reizend" genannt. "Im Wechsel" war ein weiterer Titel. Es ging hier um Kontraste, nicht zuletzt um die Unterschiedlichkeit seiner und der Arbeiten einer befreundeten Künstlerin. In jüngerer Zeit kamen die "Wasserwelten" hinzu, die ein künstlerisches Spiel mit dem Kosmos, mit der Natur, mit dem "natürlichen" Chaos waren.

Hans Maas (geb. 1957, Köln) bündelt seine Arbeiten gerne thematisch. Eine Frage ist, ob die Idee zu einer bestimmten Thematik am Beginn einer neuen Arbeitsperiode steht und dann wie ein Leitfaden die künstlerische Arbeit bestimmt, oder ob sich die thematische Ordnung erst im Nachhinein ergibt, dabei aber vermutlich doch nicht rein zufällig, sondern in Form einer quasi planvollen Unabsichtlichkeit, vielleicht könnte man auch sagen: einer geheimnisvollen Notwendigkeit erfolgt.

Was sind die Vorteile, thematisch zu arbeiten? Ein Thema verbindet. Es ermöglicht einen Zusammenhang zwischen Heterogenem. Es ist der Rahmen und stiftet Ordnung. Es trägt dazu bei, sich nicht zu verlieren. Liegt darin das Motiv des Themas als Motiv?

Die "Doppelung" - unter diesem Titel hat Hans Maas seine neuesten Malereien versammelt - ist der Versuch, ein Motiv zwei Mal zu verwenden, ohne sich zu wiederholen. Das Motiv wird leicht variiert. Jedes Bild gibt es zwei Mal, aber anders. Es entstehen zwei unterschiedliche Werke, die jedoch miteinander verwandt sind und aufeinander verweisen. Selbst die figürlichen Motive dieser Arbeiten sind so viel- und reichhaltig, dass man sich sogar mehr als eine "Doppelung" vorstellen könnte. Umgekehrt könnte jedes Werk auch für sich allein, ohne sein Gegenüber, bestehen.

Neben figürlichen Motiven trifft man auf das Farbenspiel, wie man es aus früheren Arbeiten von Hans Maas kennt. Die Zeichnungen wirken leicht, zart, wie geworfen, als wäre das Blatt nicht berührt worden. Im Kontrast dazu stehen die kräftigen Ölbilder, scharf liniert, hart bearbeitet, Farbkerben; sie zerlegen das Bild in seine Bestandteile.

Die Bilder sind sehr unterschiedlich. Das Thema verbindet zwar immer je zwei Bilder, aber nicht die Bilder mit den Bildern. Das Hauptcharakteristikum dieser Bilderreihe ist ihr Abwechslungsreichtum. Der Titel "Doppelung" stiftet Einheit, aber keine Monotonie.

Kontakt

Galerie Junge Kunst
Karl-Marx-Straße 90, 54290 Trier
0651 / 9 76 38 40

kunstverein@remove-this.junge-kunst-trier.de