10.07.2013 09:00 national und international anerkannter Künstler

Ausstellung in Potsdam: "Die Welt farbig sehen" - Siegward Sprotte - Retrospektive

ausstellung potsdam Siegward Sprotte

Das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte würdigt in seiner ersten Kunstausstellung in einer Retrospektive den national und international anerkannten Künstler Siegward Sprotte : © Armin und Cosmea Sprotte, Fotograf: Michael Lüder

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Von: GFDK - Das Potsdam Museum - 3 Bilder

Das Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte würdigt in seiner ersten Kunstausstellung in einer Retrospektive den national und international anerkannten Künstler Siegward Sprotte (1913-2004). Anlass bildet das 100jährige Geburtsjubiläum des gebürtigen Potsdamers und Ehrenbürgers der Stadt.

Die zwei wichtigsten Lebensphasen, in denen der Künstler zum einen intensiv in Potsdam und Berlin und zum anderen an der Küste Schleswig-Holsteins auf des Insel Sylt wirkte, spiegeln sich in der Konzeption der Ausstellung sowie in der länderübergreifenden Kooperation mit dem Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte wider.

Ausstellung in Potsdam

Auf einer Ausstellungsfläche von etwa 600 m² wird eine großangelegte Werkschau mit 160 Arbeiten präsentiert, in der viele bisher unbekannte Werke sowie Werkgruppen aus dem Nachlass des Künstlers zu sehen sein werden.

Bildende Kunst

Siegward Sprotte begann seine künstlerische Laufbahn bei Emil Orlik an der Berliner Akademie, durch den er den Anstoß zur Auseinandersetzung mit der fernöstlichen Malerei erhielt. Als zweite wichtige Inspirationsquelle dienten ihm die italienischen und deutschen Renaissancemaler, die er unter anderem während seiner Reisen in den 1930er Jahre in Italien studierte. Die genaue Kenntnis der Alten Meister und ihrer Maltechniken stellt ein Alleinstellungsmerkmal der Kunst Sprottes innerhalb der Kunst des 20. Jahrhunderts dar und verleiht seinem späteren reduzierten Malstil Ausdruckskraft und Tiefe.

Freunde der Kunst

Wie kaum ein anderer Künstler verfolgte Sprotte zeitlebens einen interdisziplinären Ansatz und suchte bedeutende Personen zum Dialog auf. Unter seinen kreativen Gesprächspartner befanden sich Künstler, Philosophen, Verleger, Kunsthistoriker, Dichter und Mediziner, wie zum Beispiel Peter Suhrkamp, Hermann Hesse, Hans Hartung, Emil Nolde, Hannah Höch, Karl Schmidt – Rottluff, Jiddu Krishnamurti und Eugen Herrigel.

museum-geschichte@rathaus.potsdam.de