06.08.2011 08:02 über 100 Arbeiten

Ausstellung in Museum Kurhaus Kleve: Rotes Quadrat und schwarze Rakete. Druckgraphik aus einer Privatsammlung bis zum 16.10.2011

Von: Museum Kurhaus Kleve

Anhand von über 100 Arbeiten gibt das Museum Kurhaus Kleve einen Überblick über exemplarische Positionen der modernen Druckgraphik und schlägt dabei einen Bogen von den 1920er bis in die 1970er Jahre. Die Werke stammen aus einer facettenreichen rheinischen Privatsammlung, die dem Museum seit vielen Jahren eng verbunden ist. Die Ausstellung setzt ein mit Künstlern der Klassischen Moderne, z. B. Lyonel Feininger, Ewald Mataré, Gerhard Marcks oder Renée Sintenis.

Ihr Focus aber liegt klar auf der Zeit nach 1945 – beginnend mit Leitfiguren der Nachkriegsmalerei wie Willi Baumeister und Ernst Wilhelm Nay, über Protagonisten der konkreten Kunst wie Josef Albers, Max Bill und Richard Paul Lohse, über die Farbfeld-Bilder etwa von Antonio Calderara oder Rupprecht Geiger und die Op Art, vertreten u. a. durch Victor Vasarely, bis hin zur Zero-Kunst eines Otto Piene.

Die graphischen Techniken umfassen die traditionellen Verfahren Holzschnitt, Radierung und Lithographie ebenso wie den Siebdruck, dessen in den 1950er Jahren beginnender Siegeszug eine neue Epoche der Graphik einleitet.

Das Museum Kurhaus Kleve hat seit der Mitte der 1990er Jahre unterschiedliche Aspekte der umfangreichen Privatsammlung vorstellen dürfen, zu der dieser bedeutende Bestand an moderner Druckgraphik gehört. Frühere Präsentationen würdigten die Arbeiten auf Papier deutscher Künstler nach 1950 („Farbräume und Bildstrukturen“, 1995), die Kleinplastiken des 20. Jahrhunderts (1998), die mittelalterlichen Miniaturen und Inkunabeln (1998) und die historischen Gartenansichten des 17. bis 19. Jahrhunderts („Gartenlust“, 2004).

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