28.04.2013 08:00 neue Sonderausstellung

Ausstellung in Münster: „Willy Ronis – Eine Retrospektive“ stellt einen bekannten Unbekannten vor

Willy Ronis, Die Verliebten an der Bastille, Paris, 1957

„Willy Ronis – Eine Retrospektive“, Picasso Museum Münster; (c) Succession Willy Ronis, diffusion agence Rapho

Willy Ronis, Der kleine Pariser Junge, Paris, 1952
Von: GFDK - Picasso Museum

Der französische Fotograf Willy Ronis (1910-2009) zählt neben Robert Doisneau zu den prominentesten Vertretern der „humanistischen Fotografie“, denn der Mensch steht im Mittelpunkt seines Schaffens. Viele seiner Werke haben sich als Ikonen in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben und maßgeblich unser Bild vom Leben und Kultur unserer französischen Nachbarn geprägt. Die Ausstellung beleuchtet mit rund 80 Werken über 60 Jahre des langen Lebens und Wirkens von Willy Ronis und deckt alle thematischen Facetten seines Œuvres ab.

Mit Fotos von Streiks und Massenprotesten debütierte Ronis in den 1930er Jahren. Die pulsierende Metropole Paris mit Vororten wie Belleville Menilmontant wird in den unmittelbaren Nachkriegsjahren zu seinem fotografischen Biotop. Ab den 1950er-Jahren verlagert er seinen Lebensmittelpunkt dann in die Provence, die er in seinen Fotos als ländliche Idylle vor dem Zeitalter des Massentourismus festhält.

In der Summe seines Schaffens wird Willy Ronis in der Ausstellung als mitfühlender Berichterstatter des französischen Alltags erfahrbar, als großer Menschenfreund und Chronist eines bewegenden Jahrhunderts.

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