25.10.2013 08:00 Retrospektive

Ausstellung in München: Lorna Simpson - zeigt Fotografie, Film, Video und Zeichnung aus über 30 Jahren

haus der kunst in muenchen zeigt werke von Lorna Simpson

Die Retrospektive bietet einen Überblick über das Werk der afrikanisch-amerikanischen Künstlerin Lorna Simpson; Bild 1: © Lorna Simpson

Lorna Simpson ausstellung haus der kunst

Bild 2: © Lorna Simpson / Centre national des arts plastiques

Lorna Simpson ausstellung muenchen

Bild 3: © Lorna Simpson

Lorna Simpson retrospektive haus der kunst

Bild 4: © Lorna Simpson

Von: GFDK - Haus der Kunst

Die Retrospektive bietet einen Überblick über das Werk der afrikanisch-amerikanischen Künstlerin Lorna Simpson (geb. 1960, New York); sie zeigt Fotografie, Film, Video und Zeichnung aus über 30 Jahren. Simpson wurde Mitte der 1980er-Jahre mit großformatigen Fotografie-Text-Arbeiten bekannt.

Ausstellung in München

Obwohl die Bilder durch den Text an Bedeutung gewinnen, bleibt die Verbindung zwischen beiden offen. Die Erzählweise ist nicht direkt und dokumentarisch, sondern anspielungsreich und kodiert; Geschichte und Handlung zu gestalten, ist der Fantasie des Betrachters überlassen. 

Lorna Simpson nutzt die Figur der afrikanisch-amerikanischen Frau, um den konventionellen Blick auf Geschlechterrollen, Identität, Kultur, Geschichte und Gedächtnis herauszufordern und zu untersuchen, wie sich Interaktionen, Beziehungen und Erfahrung formen. Mitte der 1990er-Jahre begann sie große, auf Filz gedruckte und aus mehreren Tafeln bestehende Fotografien herzustellen; auch diese sind meist von Text begleitet und deuten unterschiedliche Orte und Begegnungen an.

Freunde der Kunst

In den letzten zehn Jahren hat sie sich verstärkt Film- und Videoarbeiten zugewandt, in denen Personen intime und rätselhafte Konversationen führen, und Themen wie Identität und Sehnsucht gleichermaßen anklingen. Die Ausstellung, die von Joan Simon kuratert wurde, zeigt außerdem eine große Auswahl an Aquarellen sowie die jüngsten Arbeiten der Künstlerin, in denen sie Replikationen von Fotografien der 1950er-Jahre nachstellt, in denen sie selbst die Position und Mimik der Dargestellten einnimmt. 

presse (at) hausderkunst.de