07.06.2014 07:00 Kunstpavillon

Ausstellung in München: 200 Jahre Alter Botanischer Garten meets Nicola Müller: "verdure" aus der Serie green out

Nicola Mueller muenchen

Mit ihren netzartigen, gitterhaften, mitunter ins Abstrakte gewendeten Strukturen, die durch das Abtragen und Sezieren von Bildausschnitten entstehen, wirken Müllers Fotoprints angefressen, ausgewaschen und entkleidet; (c) Nicola Müller

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Von: GFDK - Kunstpavillon München

Das Baureferat Gartenbau der LHS München stellt in einer Ausstellung im Kunstpavillon die städtebauliche und landschaftsgärtnerische Geschichte und Entwicklung des Alten Botanischen Garten vor.

Die Münchner Künstlerin Nicola Müller stellt in ihrer Installation Prototypen von Landschaft entgegen.Mit ihren netzartigen, gitterhaften, mitunter ins Abstrakte gewendeten Strukturen, die durch das Abtragen und Sezieren von Bildausschnitten entstehen, wirken Müllers Fotoprints angefressen, ausgewaschen und entkleidet  eine gezielte Verfehlung des Prinzips konventioneller Dreidimensionalität, wird hier doch weniger ein Illusionsraum aufgebaut als vielmehr ein Bildraum Schicht für Schicht abgetragen.

Ausstellung in München

Die bildnerischen Vorlagen entstammen alle dem im weitesten Sinne wissenschaftlichen bzw. musealen Kontext, Nicola Müller geht es dabei weder um die Landschaft als Öffentlicher Raum, noch als pastorale Idylle. Ihre Vorlagen reproduzieren die inszenierten Landschaften von Zooanlagen und Botanischen Gärten (Gehege, Gewächshäuser). Sie sind Abbilder oder Ausschnitte der Natur aus wissenschaftlicher Perspektive.

Dabei scheint das Medium der Fotografie auf seine reine Materialität heruntergebrochen, wenn die Abbildungsfunktion mit Schere und Skalpell buchstäblich herausgeschnitten und die Flachheit des (fotografischen) Bildes negiert wird.

Freunde der Kunst

Im Kunstpavillion des Alten Botanischen Gartens beschäftigt sich die Künstlerin mit Präsentationsformen naturwissenschaftlicher Sammlungen. Ein Wellenbereich des Lichts zwischen rot und blau, der beim Menschen die Farbvalenz grün verursacht, für die Photosynthese von Pflanzen jedoch keinerlei Nutzen hat. An diesem Punkt begibt sich die künstlerische Arbeit in einen metaphorischen Bereich der Naturrezeption.


Vernissage: Donnerstag, 26.Juni 2014, ab 19.00 Uhr


kontakt@kunstpavillon.org