18.12.2014 07:00 Museum Abteiberg

Ausstellung in Mönchengladbach: OPEN DRESS - der englische Begriff für die Generalprobe am Theater

Museum Abteiberg ausstellung

Die Ausstellung beginnt mit einer Einzelpräsentation entliehener Arbeiten des Künstlers Lukas Duwenhögger; Courtesy: Bilder: Galerie Daniel Buchholz, Berlin/Köln

ausstellung moenchengladbach
Von: GFDK - Museum Abteiberg

„OPEN DRESS“, der englische Begriff für die Generalprobe am Theater, wird im kommenden Projekt des Museums Abteiberg zu einem Begriff für eine Ausstellung, die mehrere Phasen haben wird.

Ausstellung in Mönchengladbach

Ausgehend von einem Konzept, das Nairy Baghramian 2008 unter dem Titel „Affairen. Ein semiotisches Haus, das nie gebaut wurde“ umsetzte, wo sie Janette Laverrière und Henrik Olesen in ihre Einzelausstellung im Neuen Aachener Kunstverein einlud und dort gleichberechtigten Raum einräumte, findet im Museum Abteiberg nun eine Erweiterung dieses Gedankens in den Museumsraum statt. Zu sehen ist eine Serie miteinander verwobener Einzelpräsentationen, in denen die Parameter der Einzelausstellung in ein Verhältnis zur Gruppenausstellung treten.

Der Zusammenhang oder auch die Widersprüchlichkeit des Nebeneinanders unterschiedlicher künstlerischer Praktiken soll hier zur Debatte stehen. Dies auch als Reaktion und Kommentar auf einen großen und immer globaleren Kunstbetrieb, in dem Baghramian einen Zuwachs an Gruppenausstellungen auszumachen glaubt, wo Kunstwerke zusammengestellt werden, ohne dass eine sichtbare inhaltliche Beteiligung der Künstler erkennbar ist.

Das Konzept dieser Ausstellung soll den Versuch statuieren, genau diese Involviertheit an die Künstler zurück zu binden. Hierbei wird nicht die Peergroup zur Motivation der Einladung. Es werden vielmehr Positionen gegenübergestellt, die eine unterschiedliche Signifikanz im institutionellen Feld haben und somit auch Fragestellungen über die Notwendigkeit, Dauer und Quantitäten von öffentlicher Repräsentation aufwerfen.

Freunde der Kunst

Die Ausstellung beginnt mit einer Einzelpräsentation entliehener Arbeiten des Künstlers Lukas Duwenhögger, der als Vertreter einer kritischen Ausstellungspraxis seit vielen Jahren Distanz zum wachsenden Ausstellungsbetrieb und den wuchernden Ausstellungskonzepten hält und trotzdem bzw. auch deshalb für Baghramian konzeptuell ein ständiger Begleiter ist. Akkumulativ werden dann in einer Zeit von mehreren Monaten Baghramian selbst, Danh Vo und Lutz Bacher in das ursprüngliche Setting intervenieren. Die weiteren Termine des „OPEN DRESS“ werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.

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