12.04.2015 09:00 Fotografie

Ausstellung in Mannheim: MARTIN KOLLAR - FIELD TRIP - ungeahnte neue Perspektiven auf das Land Israel

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In den Aufnahmen zeigt Kollar eine Gesellschaft, die sich aktiv auf mögliche Zukunftsszenarien vorbereitet; © Martin Kollar

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Von: GFDK - REM

Mit der Ausstellung „Field Trip“ zeigt ZEPHYR – Raum für Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen ab 22. März 2015 die erste Einzelausstellung des slowakischen Fotografen Martin Kollar in Deutschland. Mit rund 70 Bildern ist es die bisher umfassendste Präsentation seines gleichnamigen Projekts, für das er 2014 den renommierten Leica Oskar Barnack Preis erhielt. 

Ausstellung in Mannheim

Zwischen November 2009 und Januar 2011 lebte und arbeitete Martin Kollar immer wieder über längere Zeiträume in Israel. Die dabei entstandenen Aufnahmen bilden eine starke, oft humorvolle aber auch komplexe Fotoreportage über die vermutlich meist umstrittene Region der Gegenwart. Der Titel „Field Trip“ bezieht sich eng auf seine persönliche Annäherung an das Land: Es ist der Bericht einer investigativen Exkursion. Kollar beobachtet versucht dabei aber weder zu urteilen noch Lösungen anzubieten.

In rätselhaften Bildern gewährt der Fotograf ungeahnte neue Perspektiven auf das Land Israel. Unter anderem suchte er Orte auf, die selbst der israelischen Zivilbevölkerung nicht ohne weiteres zugänglich sind: militärische Übungsplätze, Forschungsstationen oder wissenschaftliche Institute. In diesen Aufnahmen zeigt Kollar eine Gesellschaft, die sich aktiv auf mögliche Zukunftsszenarien vorbereitet. Ohne dieses Hintergrundwissen wirken die Motive jedoch wie Kulissen eines Science-Fiction-Films. Kollars im grellen Licht fotografierte Bilder scheinen sich stets zwischen Wirklichkeit und Fiktion zu bewegen. Dabei geht von den Bildern ein leises, schwer zu beschreibendes und subtiles Unbehagen aus.

Freunde der Kunst

Martin Kollar wurde 1971 in Zilina, Tschechoslowakei (heute Slowakische Republik) geboren. Seit Abschluss seines Studiums an der Akademie der darstellenden Künste in Bratislava arbeitet er als freischaffender Fotograf und Kameramann. Er hat zahlreiche bedeutende Fotografie-Preise gewonnen und ist für den diesjährigen Prix Elysée nominiert.

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