12.03.2014 08:00 Nordico Stadtmuseum

Ausstellung in Linz: Fräulein Newalds Gespür für die Stille. Eine Linzer Künstlerin

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Das NORDICO Stadtmuseum Linz widmet der Künstlerin nun eine umfangreiche Retrospektive; Foto: Reinhard Haider

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Von: GFDK - Nordico Stadtmuseum Linz

Mit großer Liebe zum Detail schuf Fanny Newald fein gemalte Blumenstücke, impressionistisch anmutende Zeichnungen mit Linzer Stadtansichten sowie Landschaftsbilder mit Motiven aus der näheren Umgebung von Linz. Trotz materieller Engpässe und Turbulenzen, hervorgerufen durch zwei Weltkriege, hielt sie an einer Kunst fest, für deren profunde Aussage Stille als Voraussetzung galt. In Linz wurde Newald nach dem Zweiten Weltkrieg zudem als Malerin der Kulissenbilder für die Linzer Puppenspiele bekannt.

Ausstellung in Linz

Als Tochter des Advokaten Richard Newald und seiner Frau Franziska, geb. Edlbacher, wurde Fanny Newald am 10. Jänner 1893 in Linz geboren. Sie wuchs im Palais Starhemberg an der Promenade auf und schloss ihre Schulbildung mit der Matura an der Körnerschule im Jahr 1909 ab. Nach Aufenthalten im Atelier der Aquarellistin M. H. Ney und in den Malschulen Berta von Tarnoczys und Tina Koflers besuchte die angehende Künstlerin die Malschule Matthias May. Regelmäßig nahm sie in den 1920er Jahren an den Ausstellungen der Künstlervereinigung MAERZ teil und wurde dadurch in ihrer Heimatstadt zu einer geschätzten und bekannten Künstlerin. Ab 1924 studierte Newald an der Akademie der Bildenden Künste in München.

Künstlerisch gesehen bewegte sich die akademische Malerin nach ihrer Rückkehr nach Linz im Jahr 1932 im Umfeld des Künstlerkreises um Rudolf Steinbüchler, Josef Schnetzer und Karl Hauk. Nnach dem Zweiten Weltkrieg nahm sie noch gelegentlich an Ausstellungen der Berufsvereinigung Bildender Künstler teil. Bei einer Ausstellung zum Thema Gartenstadt Linz in der Aula der Kunstschule erhielt Newald 1952 den 3. Preis.

Freunde der Kunst

Das NORDICO Stadtmuseum Linz widmet der Künstlerin nun eine umfangreiche Retrospektive mit Werken aus dem eigenen Bestand sowie mit zahlreichen Leihgaben aus Privatbesitz, aus dem OÖ. Landesmuseum und der OÖ. Berufsvereinigung Bildender KünstlerInnen. Erstmals präsentierte Werke und Dokumente aus dem Nachlass der Künstlerin sowie Interviews mit Zeitgenossen erlauben einen völlig neuen Blick auf das Oeuvre der Malerin und Zeichnerin Fanny Newald, um die es nach ihrem Tod im Jahr 1970 sehr ruhig geworden war.

14. März bis 18. Mai 2014

nina.kirsch@lentos.at