30.01.2013 08:00 Eröffnung Do 14. Februar 2013, 19 Uhr

Ausstellung in Linz: 100 JAHRE MAERZ - Die Anfänge 1913 bis 1938 bis zum 20.5. 2013 im NORDICO Stadtmuseum

Ausstellung in Linz: 100 JAHRE MAERZ - Die Anfänge 1913 bis 1938 bis zum 20.5. 2013 im NORDICO Stadtmuseum

Bild 1: Demeter Koko: Hühnerhof, um 1918. LENTOS Kunstmuseum Linz

Bld 2: Heinrich Heidersberger: Kopenhagen Laederstrade, 1935. LENTOS Kunstmuseum Linz

Bild 3: Max Hirschenauer: Porträt Alfred Kubin, 1950. LENTOS Kunstmuseum Linz

Von: GFDK - NORDICO Stadtmuseum Linz - 3 Bilder

Im Jahre 1913 gründen Franz und Klemens Brosch, Franz Sedlacek, Hans Pollack, Anton Lutz und Heinz Bitzan die Linzer Künstlervereinigung MAERZ.
Der Name steht programmatisch für Erwachen und Neubeginn, entsprechend der damals verbreiteten Vorstellung eines „ver sacrum“ – eines Heiligen Frühlings.

Im künstlerischen Vorkriegsvakuum versteht sich die Künstlergruppe als Gegenpol zum Oberösterreichischen Kunstverein, der seit 1851 existiert und als konservativ gilt.
Diese sezessionistische Abspaltung ist die früheste in Österreich außerhalb Wiens.

In der MAERZ treffen sich in lockerer Form KünstlerInnen unterschiedlichster Genres, um gemeinsam zu arbeiten und anfangs Ausstellungen im Landhauspavillon an der
Promenade zu organisieren. Der Erste Weltkrieg bildet eine Zäsur für die Vereinigung, prägt aber das weitere Schaffen einiger KünstlerInnen entscheidend.

1921 gelingt die Reorganisation des Künstlerbunds. Alfred Poell wird erster Präsident. Schon bald übernimmt Egon Hofmann als treibende Kraft die Vereinigung, deren Vorstand er bis 1934 bleibt.
Es ist eine Besonderheit, dass nicht nur bildende Künstler, sondern fast alle jungen oberösterreichischen Architekten dem Bund angehören. Die Verbindung von Baukunst mit Malerei macht den MAERZ zu einem außergewöhnlich praxisbezogenen Künstlerverein.

Die Ausstellung im NORDICO dokumentiert Grafik, Malerei und Fotografie von 45 Künstlerinnen und Künstlern der ersten 25 Jahre des Vereins. Ein Großteil der Werke kommt aus den Beständen der Museen der Stadt Linz.
Das Linzer Kunstgeschehen wird innerhalb einer bewegten politischen Zeit bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten widergespiegelt. Neben international arrivierten KünstlerInnen gibt es einige beinahe vergessene Namen zu entdecken.

KünstlerInnen:
Robert Angerhofer, Herbert Bayer, Heinrich Bitzan, Franz Brosch, Klemens Brosch, Vilma Eckl, Rudolf Feischl, Karl Hauk, Johann Hazod, Heinrich Heidersberger, Max Hirschenauer, Lois Hofbauer, Egon Hofmann, Paul Ikrath, Olga Jäger, Hans Kobinger, Tina Kofler, Demeter Koko, Alfred Kubin, Anton Lutz, Matthias May, Paula May, Konrad Meindl, Hans Mooser, Adolf Mutter, Adolf Wagner von der Mühl, Hans Gösta Nagl, Josef Neukirch, Fanny Newald, Margarete von Pausinger, Anton Peschka, Herbert Ploberger, Alfred Poell, Hans Pollack, Karl Anton Reichel, Albert Ritzberger, Franz Sedlacek, Gustav Simon, Emy Sommerhuber, Rudolf Steinbüchler, Karl von Stern, Hans Strigl, Aloys Wach, Hans Wunder, Franz von Zülow.

Kurator: Andreas Strohhammer

Kontakt

Mag.a Nina Kirsch

T +43 732 7070 3603

F +43 732 7070 3604