08.09.2016 07:06 tolle Grup­pe­nausstel­lung

Ausstellung in Köln: Das Ludwig Forum feiert 40igsten. Wir nennen es Ludwig

Museum Ludwig feiert 40 jaehriges Bestehen

Das Mu­se­um Lud­wig definiert sich in deut­lichem Maße durch die ei­gene Geschichte, seine Samm­lung und vor allem durch die Men­schen, die diese geprägt haben – als ein Mu­se­um der Kün­st­lerin­nen und Kün­stler (c) Museum Ludwig

Ahmet Ogut - Bakunins Barrikade

Ahmet Öğüt, Bakunins Barrikade, 2014/ 2016 (c) Ahmet Ögüt

Guerilla Girls - Do Women Have to Be Naked to Get into the Met. Museum

Guerrilla Girls, Do Women Have to Be Naked to Get into the Met. Museum?, 1989, Museum Ludwig, Köln © Guerrilla Girls. Courtesy guerrillagirls.com, Foto: Rheinisches Bildarchiv

Von: GFDK - Ludwig Forum

Die Grup­pe­nausstel­lung Wir nen­nen es Lud­wig stellt den Höhep­unkt im Ju­biläum­s­jahr des Mu­se­um Lud­wig 2016 dar. Das The­ma dies­er bre­it an­gelegten Schau ist die In­sti­tu­tion selbst. An­läss­lich der ge­mein­schaftlich vom Di­rek­tor und allen Ku­ra­torIn­nen des Haus­es konzipierten Ju­biläum­sausstel­lung sind 25 in­ter­na­tio­nale Kün­st­lerIn­nen und Kün­stlerkollek­tive ein­ge­la­den, sich in­ten­siv mit der In­sti­tu­tion au­sei­nan­derzusetzen und auf die Frage zu reagieren, was das Mu­se­um Lud­wig für sie be­deutet.

Der Ti­tel Wir nen­nen es Lud­wig ist be­wusst of­fen gewählt, da es nicht um eine Festschrei­bung ge­ht, son­dern um eine Vielzahl sub­jek­tiv­er Per­spek­tiv­en, die sich in ein­er Ausstel­lung zu einem kalei­doskopischen Bild der In­sti­tu­tion verdicht­en. Das Mu­se­um Lud­wig definiert sich in deut­lichem Maße durch die ei­gene Geschichte, seine Samm­lung und vor allem durch die Men­schen, die diese geprägt haben – als ein Mu­se­um der Kün­st­lerin­nen und Kün­stler. Wir nen­nen es Lud­wig trägt dies­er Si­t­u­a­tion Rech­nung, in­dem die In­sti­tu­tion ge­mein­sam mit die­sen Ak­teuren des Kun­st­sys­tems re­flek­tiert, was das Mu­se­um war, ist und sein kann.

Ausstellung in Köln

Die über alle Konti­nente an­gelegte Auswahl der 25 ein­ge­la­de­nen Kün­st­lerIn­nen un­ter­streicht be­wusst den globalen Samm­lungsan­satz von Peter und Irene Lud­wig. So pflegten sie beispiel­sweise ei­nen en­gen Kon­takt zu Ku­ba. Bere­its Mitte der 1990er-Jahre trafen sie dort den Kün­stler Dian­go Hernán­dez. Dies­er überset­zt nun für das Ju­biläum be­deu­tende Ausstel­lungsti­tel aus der Geschichte des Mu­se­ums sowie dessen Schriftzug in eine sinn­lich-po­etische Land­schaft aus wel­len­för­mi­gen Sitzmö­beln und Wandgemäl­den.

Ganz an­ders das Kollek­tiv der Guer­ril­la Girls

Sie wer­den aus femi­n­is­tisch­er Sicht eine kri­tische Neube­w­er­tung der Samm­lung vorneh­men. Maria Eich­horn hinge­gen the­ma­tisiert die Prozesse, die zum Ab­sch­luss eines Ar­beitsver­trags mit ihr als Kün­st­lerin ge­führt haben. Der Ver­wal­tungs­ap­parat Mu­se­um rückt hier­bei in den Vorder­grund. Mit Der Pra­li­nen­meis­ter von 1981 präsen­tiert Hans Haacke das Ergeb­nis sein­er akribischen und kri­tischen Recherchen über die Fam­i­lien- und Un­terneh­mens­geschichte des Schoko­la­den­fab­rikan­ten- und Kun­st­samm­ler­paars Peter und Irene Lud­wig.

Internationale Kün­stler im Ludwig Museum

Ge­orges Adéag­bo, Ai Wei­wei, Ei Arakawa & Michel Au­d­er, Min­er­va Cue­vas, Maria Eich­horn, An­drea Fras­er, Meschac Ga­ba, Guer­ril­la Girls, Hans Haacke, Dian­go Hernán­dez, Can­di­da Höfer, Bodys Isek Kin­gelez, Kuehn Malvezzi, Chris­tian Philipp Müller, Mar­cel Oden­bach, Ah­met Ögüt, Claes Ol­d­en­burg, Pratchaya Phin­thong, Alexan­dra Piri­ci & Manuel Pel­muş, Ger­hard Richter, Av­ery Singer, Jür­gen Stoll­hans, Rose­marie Trock­el, Vil­la De­sign Group, Chris­to­pher Wil­li­ams

Wir nennen es Ludwig.
Das Museum wird 40!

27. Au­gust 2016 – 8. Jan­uar 2017

Weiterführende Links:
http://www.museum-ludwig.de