15.11.2012 07:02 Das Melton Prior Institut präsentiert ›Special Artists‹

Ausstellung in Heidelberg: ›VOGELMEN DIARIES‹ bis zum 27.01.2013

Ausstellung in Heidelberg: ›VOGELMEN DIARIES‹ bis zum 27.01.2013

Bild 1: Robert Weaver, aus: "A Pedestrian View / The Vogelman Diary, 1982

Bild 2: Thomas Nast, Let us prey, Harper's Weekly, 23. September 1871

Von: GFDK - Heidelberger Kunstverein - 2 Bilder

Featuring: Thomas Nast, Robert Weaver, Theo de Feyter, Stefan Heller, Saul Leiter, Susan Turcot, Émile Cohl, Johann Wolfgang von Goethe, Constantin Guys, Monogrammist R.D., Theodor Kaufmann, Fritz Koch-Gotha, Monogrammist A.H., Paul Hogarth, Willibald Krain, Eugen Krüger, Melton Prior, Joseph Pennell, Lili Rethi, Theodor Rocholl, William Simpson, Paul Renouard, Albert Robida, František Kupka, Thomas Walch

Erstmalig wird die umfassende Forschungsarbeit des Melton Prior Instituts für Reportagezeichnung im Rahmen einer institutionellen Ausstellung vorgestellt.

Das Institut wurde 2005 von dem Zeichner Alexander Roob zusammen mit dem Kunsthistoriker Clemens Krümmel gegründet und beschäftigt sich mit der internationalen Geschichte der Reportagezeichnung. Namensstifter ist der englische Illustrator Melton Prior (1845 - 1910), der als populärster Vertreter der graphischen Berichterstattung im 19. Jahrhundert gelten kann.

Der Titel "Vogelmen Diaries" bezeichnet zum einen die ambulanten und flüchtigen Aufzeichnungsweisen dieser Künstler, zum anderen den halluzinogenen Grenzbereich zwischen Faktizität und Fantastik, in dem sich viele der gezeigten Arbeiten bewegen.

Die Reportagezeichner wurden in der Frühzeit des Illustriertenwesens als „special artists“ bezeichnet. Diese waren im Gegensatz zu den meisten ihrer akademischen Kollegen nicht auf ein Medium oder Thema spezialisiert, sondern deckten oft ein interdisziplinäres Feld ab, das von der Dokumentation von Kriegsschauplätzen, über Fiktion bis hin zur politischen Karikatur reichen konnte.

Das Aufgabenspektrum und Selbstverständnis des special artist, der mit ironischem Unterton oft auch als „our artist“ bezeichnet wurde, steht einer heutigen kontextbezogenen Kunstpraxis erstaunlich nah.

Zentrales Thema der Ausstellung ist das zukunftsweisende künstlerische Selbstverständnis dieser Protagonisten und insbesondere ihre multiplen Rollen als Künstler, Journalisten, Karikaturisten, Politiker, Ethnologen und Literaten. Zwei zentrale Positionen in der Ausstellung bilden diejenigen von Thomas Nast (1840-1902) und Robert Weaver (1924-1994). Beide sorgten mit Inhalt und Form in ihrer Zeit für Aufsehen.

Von Thomas Nast werden neben einer Auswahl von Zeitschriftendrucken auch eine Reihe von Originalzeichnungen und Skizzen zu sehen sein; von Robert Weaver wird erstmals eines seiner sequentiellen Hauptwerke, das aus 51 Malereien bestehende Opus „Pedestrian Views / The Vogelman Diary“ von 1982 im Original ausgestellt.

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